th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Handelsobmann Buchmüller: „Unterschiedliche Preise sind Charakteristikum der Marktwirtschaft“

Die immer wieder kritisierten Kosten-Nachteile ergeben sich aus abweichenden Rahmenbedingungen

„Wenn manche Produkte in Österreich teurer sind als etwa in Deutschland, dann liegt das nicht an einem Körberlgeld, das sich der Handel machen würde, sondern an höheren Kosten, mit denen österreichische Händler konfrontiert sind", stellt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in Bezug auf eine AK-Aussendung klar. „Ja, es gibt Waren, darunter auch Lebensmittel, die in Wien teurer sind als in München. Preisunterschiede wie diese sind Teil und logische Folge der Marktwirtschaft. Wenn man sich die Preisdifferenzen genauer ansieht, ist ersichtlich: unterschiedliche Rahmenbedingungen führen zu unterschiedlicher Preispolitik“, erklärt Buchmüller.

Dazu kommt, dass die AK in ihrer Untersuchung einmal mehr Aktionen im Lebensmittelhandel unberücksichtigt lässt. Das wiegt umso schwerer, als im Lebensmittelhandel in Österreich der Aktionsanteil bei über 30% liegt.

„Es spricht für den heimischen Handel, dass es trotz der wesentlich höheren Belastungen viele Produkte gibt, die in Österreich gleich viel kosten wie in Deutschland, und dass es sogar einige Warengruppen gibt, die bei uns - wie auch die Arbeiterkammer immer wieder einräumen muss - billiger sind. Doch diese Informationen sind der AK offenbar nicht  spektakulär genug, weshalb davon in der Öffentlichkeit so gut wie nie die Rede ist“, merkt Buchmüller an.

Einseitiges Bild durch Preisvergleiche mit Deutschland

Dass immer wieder nur Deutschland zu diesen einschlägigen Preisvergleichen herangezogen wird, führe zu einem einseitigen Bild, so der Branchensprecher: „Dass die Schweizerinnen und Schweizer nach Österreich strömen, um bei uns billiger einzukaufen, ist eine Tatsache, die kaum zu einer Schlagzeile wird. Außerdem finden viele Konsumentinnen und Konsumenten wegen unserer hohen Produktqualität den Weg in österreichische Läden.“

Der Vergleich mit Deutschland zeigt in vielen Bereichen Kosten-Nachteile für die österreichischen Betriebe. Als Beispiele führt Buchmüller neben höheren Steuern höhere Sozialversicherungsabgaben - ganze 9 Prozentpunkte mehr -, höhere Belastungen, die aus dem Umweltrecht resultieren (vor allem auch ein wesentlich strengerer Vollzug in Österreich), strengere Lebensmittelkontrollen, eine höhere Verkaufsflächendichte, eine andere Topografie (höhere Transportkosten) und nicht zuletzt höhere Einkaufspreise an. „Alle diese Ungleichheiten lassen sich nicht wegdiskutieren – und liegen nicht in der Verantwortung unserer Händler. Wer da einen hausgemachten Aufschlag ausmachen will, um eine Schlagzeile zu ernten, hat nicht ordentlich recherchiert“, betont Buchmüller. (PWK728/PM)    

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

"Hotel der Zukunft" braucht digitale Strategien für Service und Effizienz

Künstliche Intelligenz und Internet of Things am 14. Zukunftssymposium des „Hotel der Zukunft“ mehr

  • Archiv 2016

Leitl begrüßt EU-Beschluss zur Beseitigung von Steuerschlupflöchern

Steuerfairness für Unternehmen jeder Größe ist zentral für mehr Steuergerechtigkeit – bürokratische Hürden bei nationaler Umsetzung vermeiden mehr

  • Archiv 2016

4. Sitzung des Wirtschaftsparlamentes - Meldungsüberblick

Donnerstag, 24. November 2016 in der Wirtschaftskammer Österreich mehr