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WKÖ-Hochhauser: Entlastung – nicht zusätzliche Belastung - ist das Gebot der Stunde

Steigende Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwäche mit breiter Entlastungsoffensive begegnen, nicht mit neuen Prügeln für Betriebe

„Die Konjunkturaussichten sind trotz kleiner Verbesserungen alles andere als berauschend, der Negativ-Trend bei der Arbeitslosigkeit hält mit nunmehr über 391.000 Arbeitslosen unverändert an, die globalen Unsicherheiten werden mehr, nicht weniger. Zudem stellt der Zustrom an Flüchtlingen Österreich vor große Aufgaben. Die Antwort darauf können jedenfalls nicht noch mehr Belastungen für die heimischen Betriebe sein. Das Gegenteil ist notwendig: Eine umfassende Entlastungsoffensive für Österreichs Unternehmen ist das Gebot der Stunde“, betont die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser.

Wer Ja zur Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich sagt, muss ein ebenso dezidiertes Nein zu den immer neuen Belastungsideen sagen, ob sie nun 6. Urlaubswoche heißen, Arbeitszeitverkürzung, Wertschöpfungsabgabe oder Strafeuro für Überstunden. Solche Maßnahmen führen ganz sicher nicht zu mehr, sondern weniger Wachstum, zu einer höheren, nicht einer niedrigeren Arbeitslosigkeit. Wer anderes behauptet, streut den Menschen Sand in die Augen. Aus einem angeblichen ‚Big Deal für den Arbeitsmarkt‘ wird so ganz schnell ein ‚Bad Deal für die Betriebe und ihre Beschäftigten‘, die ja letztlich im selben Boot sitzen“, warnt Hochhauser und verweist darauf, dass Österreich schon jetzt etwa bei der Steuer- und Abgabenquote, bei den Lohnzusatzkosten und vielen anderen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts maßgeblichen Indikatoren gegenüber internationalen Mitbewerbern an Terrain verloren habe, wie auch Professor Bernhard Felderer heute wieder bestätigt hat. Außerdem sind unselbständig Beschäftigte in Österreich mit insgesamt 38 freien Tagen (gesetzlicher Urlaubsanspruch inklusive staatliche und kirchliche Feiertage) bereits jetzt so gut gestellt sind wie praktisch nirgendwo in Europa. 

Wirtschaftlichen Turnaround einleiten

„Statt immer neuen Belastungsideen das Wort zu reden, die für die Betriebe in dieser unsicheren Situation doppelt und dreifach schwer wiegen, müssen wir gemeinsam daran arbeiten, einen echten wirtschaftlichen Turnaround einzuleiten – auch indem erste erfreuliche Anzeichen verstärkt werden“, so WKÖ-Generalsekretärin. So sei bei den jüngsten Arbeitsmarktdaten einer der wenigen positiven Aspekte, dass die Zahl der Beschäftigten mit einem Plus von 32.000 im Vorjahresvergleich erneut gewachsen ist und auch die Zahl der dem AMS gemeldeten offenen Stellen zulegen konnte. „Solche Aufwärtstendenzen müssen rasch und wirksam unterstützt werden“, betont Hochhauser und fordert eine breite Entlastungsoffensive für die heimische Wirtschaft, allen voran eine rasche und deutliche Lohnnebenkostensenkung. Notwendig seien zudem gezielte Investitionsimpulse wie beispielsweise ein Investitionsfreibetrag für Investitionen in Maschinen und Gebäude, die Umsetzung des lange versprochenen Wohnbaupaketes und der Abbau bürokratischer Belastungen. 

„Wir brauchen mehr Wachstum und mehr Zuversicht bei den Betrieben, um die Probleme am Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen und die bestehende Investitionsschwäche zu überwinden. All das geht nur mit einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, mit gezielten Impulsen und einer Entlastung der Betriebe, die diesen Namen auch verdient“, so die WKÖ-Generalsekretärin abschließend. (PWK724/SR)

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