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„Positive Gründerzahlen sind richtiges Signal zum JW-Kampagnen-Start“

JW-Bundestagung in Innsbruck: WKÖ-Präsident Leitl, JW-Bundesvorsitzender Rohrmair-Lewis, WK-Tirol Bodenseer und JW-Tirol Vorsitzender Eckmaier sehen positive Dynamik bei Jungunternehmern

„Die starken Gründungszahlen aus dem ersten Halbjahr sind mehr als nur ein positives Zeichen. Mit dem ungebrochenen Unternehmergeist unserer Gründerinnen und Gründer halten wir nicht nur unsere Wirtschaft innovativ, wettbewerbsfähig und wachstumsorientiert. Vor allem verankern wir mit jedem einzelnen anlässlich der Pressekonferenz zum Auftakt der Bundestagung der Jungen Wirtschaft (JW) heute, Freitag, in Innsbruck. Bei seiner Analyse der aktuellen Gründerzahlen konnte er dabei auf eine überaus positive Entwicklung verweisen, denn: In den ersten sechs Monaten 2015 machten sich mit 15.264 Gründungen abermals mehr Österreicher als im Vorjahr selbstständig – der höchste Wert seit fünf Jahren. Gleichzeitig sank die Zahl der Insolvenzen und Österreich konnte sich als Spitzenreiter bei der Überlebensrate von jungen Unternehmen behaupten. Während im Europaschnitt 50 Prozent der Unternehmen nach fünf Jahren noch existieren, sind es in Österreich sieben von zehn. Kein Wunder also, dass sich der WKÖ-Präsident stolz auch die Performance „seiner“ jungen Entrepreneure zeigt.

Der Weg zum Gründerland ist gepflastert mit Reformen 

Die positiven Gründerzahlen dürfen kein Grund zum Zurücklehnen sein, sondern müssen als Auftrag für Reformen verstanden werden. Eine überbordende Bürokratie, die erdrückende Steuer- und Abgabenlast sowie nicht mehr zeitgemäße Regelungen sind ernsthafte Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen“, sieht Leitl noch viel Handlungsbedarf bei Bundesregierung, Sozialpartner und Landesregierung. Er verweist jedoch auch auf die bereits erreichten Erfolge: „Die laufende Ausarbeitung eines effektiven Beteiligungsfreibetrages – eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer - ist genauso ein wichtiger Punkt, denn er fördert Investitionen in junge Unternehmen mit ihren frischen Ideen. Die ersten Weichen für die Zukunft werden also gestellt, jetzt muss der Reformzug an Fahrt gewinnen.“

Hinter dieser Forderung steckt für den WKÖ-Präsidenten das Ziel, Österreich zum Gründerland Nr. 1 zu machen. Ein wesentlicher Faktor dabei: Generationengerechtigkeit. „Nur wenn wir unsere Jungunternehmer von den Altlasten befreien, kann ihr Innovations- und Wachstumspotential ausgeschöpft werden. Der Weg zum Gründerland Nr.1 ist gepflastert mit mutigen Reformen“, erinnert Leitl. 

Kick-off für „Partner-Staat“-Kampagne

Generationengerechtigkeit ist auch ein wesentlicher Eckpfeiler der heute gelaunchten Kampagne „Partner-Staat“ der Jungen Wirtschaft. „Wir wollen eine neue Gründerzeit einläuten und Österreich zum besten Land für Start-ups und Jungunternehmer machen. Dafür muss es aber einen grundlegenden Bewusstseinswandel bei den Bürgern, ganz besonders bei den Reformverweigerern in der Politik, geben. Das heißt: Anstatt jede Verantwortung in die kollektive Sachwalterschaft des klapprigen Übervaters Staat zu geben, muss Selbstverantwortung und der Unternehmergeist gefördert und zugelassen werden. Mit der österreichweiten Kampagne erhöhen wir hier entsprechend den Druck“, erklärt Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der JW. 

Das marode Staatsverständnis ist gerade für die junge Generation längst zu einem Chancenkiller geworden und kein Weg für die Zukunft. „Wir brauchen einen schlanken Staat, der Partner und Enabler für seine Bürger ist und nicht Bremsklotz am Bein. Das gelungene Crowdfunding-Gesetz sowie der von Staatsekretär Mahrer angekündigte Beteiligungsfreibetrag sind Schritte in diese Richtung. Jetzt braucht es eben noch mehr solche mutigen Initiativen“, fordert Rohrmair-Lewis die positiven Ansätze entschlossen fortzusetzen. Ein warnendes Beispiel ist für den JW-Vorsitzenden Deutschland: „Die Zahl der Neugründungen ist in den letzten Jahren um 100.000 zurückgegangen, sodass jetzt eine regelrechte Gründungsmisere droht und Deutschland im Jungunternehmer-Ranking an die vorletzte Stelle abgerutscht ist. Deshalb müssen auch in wirtschaftlichen guten Zeiten permanent Reformen umgesetzt werden, sodass Raum für kreative Lösungsideen, unternehmerisches Denken und den Mut zur Gründung entsteht.“

WK-Tirol fordert Klimawandel für Unternehmer

Für einen Klimawandel plädierte der Präsident der Wirtschaftskammer Tirol Jürgen Bodenseer: „Wir erleben derzeit eine Entwirtschaftung der Gesellschaft, wo der Nährboden nicht immer ideal ist, um neue Unternehmen zu gründen. Was wir aber brauchen, ist mehr Wertschätzung für Unternehmer, Gewinn und Investitionen. Die Bundestagung hier in Tirol ist ein guter Start, um eine Klimawandel in Österreich einzuleiten, denn es sind letztlich die Unternehmer, die unseren Wohlstand erwirtschaften.“ Abschließend brachte er die Lage mit der Abwandlung eines bekannten Slogans auf den Punkt: „Geht’s der Jungen Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut!“ 

Land der Gründer zukunftsreich

„Lasst uns endlich arbeiten“, lautet die Botschaft von Gastgeber Mario Eckmaier, dem Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft Tirol. Die mit 1.200 Jungunternehmern ausverkaufte Bundestagung in Innsbruck beweist, „dass der Unternehmergeist in Österreich ungebrochen ist und wir hier und heute eine ungeheure Dynamik spüren“. Allerdings dürfen die Jungen in Österreich bei weitem nicht so, wie sie könnten. „Die Rahmenbedingungen stimmen nicht“, sagt Eckmaier, „besonders uns jungen Unternehmern werden laufend Prügel vor die Füße geworfen!“ Angesichts der aktuellen Steuerreform und der fortschreitenden Entwirtschaftung durch die Politik überlegen sich Jungunternehmer und Nachfolger heute gründlich, ob sie noch gründen oder den elterlichen Betrieb übernehmen sollen. Für Eckmaier eine kurzsichtige Politik und fatale Entwicklung: „Wer sich hier bei unserer Bundestagung umhört, kann die Botschaft der Jungunternehmer nicht überhören: Wir brauchen keine Babysitter. Wir wollen arbeiten und unsere Ideen verwirklichen!“

Abschließend äußerte Eckmaier noch einen Wunsch. „Als Signal für die Zukunft der jungen Unternehmen in Österreich wünsche ich mir eine Änderung der Bundeshymne. Statt Land der Hämmer sollten wir voller Stolz ‚Land der Gründer zukunftsreich‘ singen!“, so der Tiroler JW-Vorsitzende. (PWK712/ES)

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