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Metallgewerbe übergibt Forderungsprogramme an Arbeitnehmervertreter

Verhandlungsleiter Andreas Lahner fordert angesichts dramatischer Wirtschaftssituation einen Schulterschluss zur Senkung der Lohnnebenkosten.

„Bei den diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen geht es einerseits darum, für die Betriebe angesichts verschärfter gesetzlicher Regelungen wie dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz Klarstellungen und Rechtssicherheit zu erreichen, andererseits den unter vollem Wettbewerbs- und Kostendruck stehenden Unternehmen wieder Luft zu verschaffen“, meint Andreas Lahner. Dies könne aber, gerade was die Senkung der Lohnnebenkosten betrifft, nur im Rahmen einer gemeinsamen Strategie der Sozialpartner erreicht werden. 

Sowohl Angestellten- als auch Arbeitervertreter nannten in ihren Forderungspapieren neben den Erhöhungen der Löhne, Gehälter, Zulagen und Lehrlingsentschädigungen auch rahmenrechtliche Verbesserungen wie zusätzliche arbeitsfreie Tage oder die Einführung einer Freizeitoption. 

Dem gegenüber liegt der Schwerpunkt bei den Arbeitgeberforderungen bei der Erweiterung der Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung, Vereinfachungen bei Dienstreise- und Montageregelungen, Anpassung von Kündigungs- und Behaltefristen sowie administrativen Vereinfachungen und Klarstellungen.  

Wie geht es weiter? Erster Verhandlungstermin 18. November bei den Arbeitern, sowie am 19. November bei den Angestellten im Metallgewerbe.

Die Verhandlungen finden in den Räumlichkeiten der WKÖ statt. 

Das Metallgewerbe in Zahlen

Das Metallgewerbe nimmt in der österreichischen Wirtschaft eine bedeutende Stellung ein und hat in punkto Beschäftigung der Metallindustrie den Rang abgelaufen. Konkret werden in ca. 41.000 Betrieben knapp 200.000 Menschen beschäftigt, davon mehr als 20.000 Lehrlinge. Das Metallgewerbe ist also auch größter Ausbildner in der Metallbranche. In den Krisenjahren hat das Gewerbe nur wenige Mitarbeiter frei gesetzt und insbesondere durch das teure Modell der Kurzarbeit versucht, den Beschäftigtenstand zu halten. Gut qualifizierte Mitarbeiter sind für das Gewerbe eine Frage des Überlebens, weshalb hier ganz besonders auf die Situation der Arbeitnehmer Rücksicht genommen wurde. Das Gewerbe betrachtet dies auch als Vorleistung, die bei den Kollektivvertragsverhandlungen berücksichtigt werden müssen. (PWK708/us)

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