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WKÖ-Schwarzer zu deutsch-österreichischer Strompreiszone: Europäische Regulatoren konterkarieren Energiebinnenmarkt

Wirtschaft kritisiert heutige Entscheidung der europäischen Regulierungsbehörde ACER: Empfohlene Aufspaltung der Preiszone wäre Rückschlag für Energieunion und grober Nachteil für Wirtschaftsstandort

Erst vor zwei Tagen rief der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič auf, die derzeitige nationale Zersplitterung des europäischen Energiemarkts zu überwinden und mehr Potenzial und Vorteile des gemeinsamen Binnenmarkts auch im Energiebereich auszuschöpfen. „Der heute veröffentlichte Bericht der europäischen Regulierungsbehörde ACER empfiehlt genau das Gegenteil: nämlich die Teilung der bewährten deutsch-österreichischen Strompreiszone“, so Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik. „Wenn die politischen Handlungsträger diese Empfehlung aufgreifen, entfernen wir uns völlig vom Ziel einer integrierten Energieunion.“  

Aufteilung bedroht den Wirtschaftsstandort Österreich

Die deutsch-österreichische Strompreiszone hat sich in den letzten Jahren gut bewährt und gilt als Vorzeigemodell einer erfolgreichen Integration des europäischen Strombinnenmarkts. Besonders für die österreichische Wirtschaft hätte eine Teilung schwerwiegende Folgen. Steigende Strompreise würden den österreichischen Wirtschaftsstandort deutlich schwächen und besonders energieintensive Unternehmen zur Abwanderung zwingen. Dies würde nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs hemmen, sondern auch tausende Arbeitsplätze gefährden. „Die Intention der Energieunion darf nicht nur gepredigt, sondern muss weiter verfolgt und intensiviert werden. Nur durch verstärkte regionale Kooperationen kann schließlich ein europäischer Strommarkt entstehen,“ bewertet Schwarzer.  

Chancen und Potenziale einer Preiszone gemeinsam nutzen

Anstatt einer bürokratischen und technisch komplizierten Lösung für bestehende Leitungsengpässe im Sinne einer Aufspaltung nachzugehen, muss das Marktgebiet mittel- und langfristig erweitert werden. „Mit verstärktem und ambitioniertem Infrastrukturausbau müssen die Chancen eines grenzübergreifenden Strommarktes genutzt werden. Dazu rufen wir auch die Nachbarstaaten von Deutschland und Österreich auf. Nur gemeinsam können wir eine funktionierende Energieunion schaffen,“ hält der WKÖ-Experte fest. Alle europäischen Mitgliedsstaaten sind dazu aufgefordert, am gleichen Strang zu ziehen und ihre Leitungskapazitäten zu verbessern, um Volatilitäten auszugleichen und erneuerbare Energien bestmöglich ins Stromnetz zu integrieren. (PWK701/PM)

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