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Medikamentenkosten: Hauptverband operiert mit überhöhten Zahlen und lenkt von wahren Problemen der Krankenkassen ab

Fachverband der Chemischen Industrie fordert mehr Transparenz und Sachlichkeit bei den Verhandlungen

„Die vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger wiederholt kolportierten Steigerungsraten der Medikamentenkosten entsprechen nicht den Tatsachen und lenken nur von den eigentlichen Kostentreibern im System ab“, stellt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbands der Chemischen Industrie, in dem auch die heimische Pharmawirtschaft Mitglied ist, fest. Auch wenn es im ersten Halbjahr noch zu Steigerungen von etwa 8 % gekommen ist, so ist das Wachstum seither deutlich abgeflacht und wird im 2. Halbjahr nur noch bei ca. 3% liegen. Wenn man die freiwilligen Zahlungen und Rabatte der Pharmaunternehmen mitberücksichtigt, beträgt die sogenannte „Pharmalücke“ zwischen Einnahmen und Ausgaben im Bereich der Arzneimittel lediglich rund 10 Millionen Euro anstelle der vom Hauptverband geforderten 125 Millionen.  

Kreative Zahlenspiele

Die Zahlen werden vom Hauptverband offenbar bewusst hochgerechnet, um die Pharmawirtschaft für seine zahlreichen eigenen Versäumnisse zur Kasse zu bitten: Die Umsetzung der Gesundheitsreform ist ins Stocken geraten, dringend notwendige Reformschritte werden nach wie vor nicht angegangen. Österreich leistet sich 22 Sozialversicherungsträger samt Verwaltungsapparaten, im Spitalsbereich werden 6,3 teure Akutbetten pro 1000 Einwohner finanziert, während man in Schweden mit 2,5 Akutbetten  auf 1000 Einwohner auskommt – dabei können sich die Schweden an einem Mehr von neun in Gesundheit verbrachten Lebensjahren erfreuen. Dazu kommen großzügige Pensionsregelungen bei den einzelnen heimischen Sozialversicherungsträgern, die aus den Beitragseinnahmen finanziert werden müssen.  

Pharmawirtschaft leistet bereits außerordentlichen Beitrag

Die Pharmawirtschaft hat in den vergangenen Jahren wesentlich zur finanziellen Konsolidierung der Krankenversicherungsträger beigetragen und ist bereit, auch in Zukunft einen Beitrag zur Dämpfung der Ausgaben zu leisten. „Es kann jedoch nicht ernsthaft verlangt werden, dass im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen sämtliche defizitäre Bereiche der Krankenversicherungen querfinanzieren sollen“, so Hofinger abschließend. (PWK675/US)

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