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Österreichische Sägeindustrie: Aufwärtstrend bei Schnittholzproduktion

Starker heimischer Wirtschaftszweig mit rund 1.400 Betrieben mit über 26.000 Beschäftigten

Nach einem Rekordtief bei der Schnittholzproduktion (8,4 Mio. m³) im vergangenen Jahr kann die Österreichische Sägeindustrie nun wieder aufatmen: Die Produktion im ersten Halbjahr 2015 zeigt einen Trend nach oben.

Die Lager sind derzeit gefüllt, die Versorgung der Sägeindustrie (+5% im Vergleich zu 2014) ist gewährleistet und die leicht steigende Nachfrage nach Schnittholz kann gut bedient werden.  

In den ersten Monaten diesen Jahres unterlag der Import von Sägenadelrundholz starken Schwankungen: Nach einem Minus von 4% im Mai gab es im Juni einen Anstieg um 4%. Große Mengen an heimischem Schadholz wurden aufgenommen – die Forstwirtschaft reduzierte die geplanten Nutzungen aufgrund der Kalamitäten unterschiedlich stark. Als Folge der hohen Sommertemperaturen ist weiterhin mit einem hohen Schadholzanteil, auch in den Nachbarländern, zu rechnen. Es ist zu hoffen, dass in den Herbst- und Wintermonaten wieder vermehrt Holz in Bauholzqualität angeliefert wird.  

Das gemeinsam mit der Forstwirtschaft prognostizierte Ziel, 20 bis 22 Mio. fm Holz jährlich zu nutzen, ist nach wie vor in weiter Ferne. „Das heimische Potential des Waldes muss für die Sägeindustrie das ganze Jahr über nutzbar sein, um international konkurrenzfähig zu bleiben“, betont Mag. Herbert Jöbstl, Vorsitzender der Österreichischen Sägeindustrie und Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs.  

Schnittholzabsatz zufriedenstellend

Trotz geringer Konjunkturbelebung in den benachbarten Hauptmärkten und allgemein schwieriger Rahmenbedingungen konnte Schnittholz marktangepasst erzeugt werden. Vereinzelt gewann die Sägeindustrie Marktanteile zurück. Der heimische Absatz läuft mit einem satten Plus zufrieden-stellend. 

Italien leicht positiv

Im ersten Halbjahr zeigte sich ein leichtes Absatzplus von 2% bei stabilem Preisniveau. Ein Nachteil sind die zögerlichen Zahlungen, speziell im öffentlichen Bereich. Leidtragende sind die heimischen Produzenten. 

Der Levante Markt (MENA – Middle East North Africa) konnte trotz Krisenherden bestehen, verzeichnete aber ein Minus von rund 10%. In Japan wurde entgegen der schlechten Prognosen eine geringe Steigerung bei stabilen Preisen erreicht. 

Mit Ausnahme von Brettsperrholz (xlam) zeichnen sich bei den weiterverarbeiteten Produkten bereits deutliche Sättigungstendenzen ab. Bei BSH konnten geringere Mengen auf den Hauptmärkten Japan, Deutschland und Italien untergebracht werden (-4,6% verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2014).  

Bedeutung der Holzindustrie in Österreich und weltweit

Zur Österreichischen Holzindustrie zählen rund 1.400 Betriebe mit über 26.000 Beschäftigten. Ein Großteil der Unternehmen (rd. 1.000) sind Sägewerke; die restlichen Betriebe finden sich im Holzbau sowie in der Möbel-, Platten- und Skiindustrie wieder. Im internationalen Vergleich steht Österreich als Nadelschnittholzproduzent (ca. 8,2 Mio. m³/J) an siebter Stelle. Was den Nadelschnittholzexport betrifft, so belegt die heimische Holzindustrie den sechsten Platz weltweit – ein beachtlicher Wert, der durch überwiegend klein- und mittelbetrieblich strukturierte Unternehmen bewerkstelligt wird.  

Ein wesentliches Merkmal der „hölzernen“ Branche ist das über Jahrzehnte relativ stabile Beschäftigungsniveau. Hier ist die starke Exportorientierung der überwiegend mittelständischen Betriebe hervor zu heben. Da die Betriebe meist dort angesiedelt sind, wo auch der Rohstoff Holz wächst, leistet die Holzindustrie einen wertvollen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region und bietet vor allem in strukturschwachen Gebieten einen sicheren Arbeitsplatz. (PWK672/US)

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