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Elektrohandel profitiert von der Nachfrage nach leistungsfähigen und höherpreisigen Geräten

Krejcik fordert bei Steuern und Abgaben Gleichbehandlung ausländischer Anbieter, die Waren nach Österreich liefern, mit heimischen Betrieben – AELVIS-Premiere am 15.9.

Premiere für die AELVIS, die Fachmesse für die Elektrobranche: Der Nachfolger der „Futura“ findet heuer erstmalig, und zwar von 15. bis 17. September 2016, im Messezentrum Salzburg statt.

Im Vorfeld zieht Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Bilanz über das erste Halbjahr 2016: Der Elektrohandelsumsatz wuchs in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ganze 6%, sodass für das Gesamtjahr 2016 das Erreichen der 5-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze möglich erscheint.

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Geräten wie PC, Media-Tablets, Druckern, Netzwerk-Ausstattungen etc. hat dem Bereich „IT und Officegeräte“ (Jahresumsatz rund 1,3 Milliarden Euro) in der ersten Jahreshälfte ein Wachstum von 7% beschert.

Der Bereich Telekommunikation (rund 1,22 Milliarden Euro Umsatz, + 9%) wurde durch die Nachfrage von LTE-fähigen Smartphones sowie durch intensive Aktivitäten der Netzbetreiber angeheizt. „Besonders gut werden hochwertige Geräte in höheren Preislagen verkauft“, so Krejcik.

‚Energiesparen‘ bei Haushaltsgeräten immer wichtiger

Ein großer Teil des Umsatzes entfiel mit rund 920 Millionen Euro einmal mehr auf große Haushaltsgeräte: „Bei Waschautomaten, Wäschetrocknern, Geschirrspülern, Kühlgeräten sowie Herden sind nach wie vor die Themen ‚Energiesparen‘ und ‚Steigerung des Bedienkomforts‘ im Mittelpunkt des Kundeninteresses“, weiß Krejcik nicht nur aus der eigenen Elektrohandels-Praxis. Bei Waren aus dieser Kategorie werden kundenseitig zudem fast ausnahmslos Lieferung nach Hause, Anschluss, Inbetriebnahme sowie die ordnungsgemäße Entsorgung des Altgerätes nachgefragt.

Ein wesentliches Geschäftsfeld für den Elektrohandel ist der Bereich Heimelektronik mit cirka 770 Millionen Euro Jahresumsatz und einem Wachstum von 4%. Dabei dominiert der TV-Geräte-Verkauf, „wobei wir der Fussball-EM eine große Nachfrage zu verdanken hatten“, so Branchensprecher Krejcik: „Dabei hält der Trend zu großen Bildschirmgrößen an, Bilddiagonalen von 50 Zoll – das sind 127 Zentimeter - und mehr werden immer öfter gekauft.“

Die höchste Zuwachsrate hat mit 10% der Bereich „kleine Haushaltsgeräte und Produkte für die Körperpflege“ (Umsatzanteil cirka 500 Millionen Euro) zu verzeichnen. Den größten Teil machen dabei Staubsauger aus. Aber auch der Verkauf von Küchengeräten kann vom Trend zum Selberkochen und –backen sehr profitieren.

Fotogeräte durch Einsatz von Handys stark verdrängt

Einzig der Bereich Fotogeräte (150 Millionen Euro Jahresumsatz) hat einen Absatzrückgang hinzunehmen, und zwar in knapp zweistelliger Höhe (-10%): „Zwar waren hochauflösende Kameras mit hochwertigen Objektiven stark nachgefragt. Der eher niedrigpreisige Massenmarkt ist aber quasi weggebrochen“, so Krejcik: „Das liegt daran, dass verstärkt Handys zum Fotografieren verwendet werden.“ 

Bei den Marktanteilen konnte sich der österreichische Elektrohandel mit 80% gegenüber ausländischen Anbietern behaupten. Viele Produkte wie Haushaltsgeräte und große TV-Geräte werden fast ausschließlich im Fachhandel erworben: „Hier scheinen die hohe Liefer- und Servicesicherheit wesentliche Argumente zu sein, bei inländischen Händlern zu kaufen.“ 

Einmal mehr fordert der heimische Elektrohandel „Chancengleichheit: Der österreichische Elektrohandel steht nämlich voll im internationalen Wettbewerb, etwa mit europäischen Versandfirmen.“ Daher plädiert Elektrohandelsobmann Krejcik dafür, „dass Steuern- und Abgabenvorschriften endlich auch für ausländische Unternehmen, die Waren nach Österreich liefern, gelten sollen. Die Einhaltung müsse überwacht und Verstöße sollen auch sanktioniert werden. (PWK641/JR)

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