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JW-Rohrmair-Lewis: Weg mit den „Betonpatschen“ für die Jungen

Pensionsreform ist seit der Regierungsklausur im März vom politischen Radar verschwunden - JW fordert einmal mehr Reformtempo

Als bei der Regierungsklausur im März in Krems Schritte in Richtung Pensionsreform angekündigt wurden, war der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), Herbert Rohrmair-Lewis, nicht gerade euphorisch: zu zaghaft, zögerlich und die wichtigsten Punkte wurden vertagt. Knapp fünf Monate später ist er jedoch alarmiert: „Seit März scheint die Pensionsreform tatsächlich eingeschlafen und von der politischen Bildfläche verschwunden. Sogar die zaghaften Ankündigungen stagnieren. Ich fordere die Regierung daher auf, rasch raus aus dem Sommerloch und zurück auf den Reformpfad zu finden.“  

Zukunftsproblem Pensionen: Ohne Reformen bezahlt eine ganze Generation

Bis auf den Beschluss der Teilpension gab es, so Rohrmair-Lewis, ohnehin keine wahrnehmbaren Maßnahmen. Für die jüngere Generation ist diese Verschleppung der unaufschiebbaren Reformschritte ein gravierendes Problem. „Unser veraltetes Pensionssystem strapaziert das Staatsbudget dermaßen, dass Zukunftsthemen wie Bildung, Innovation oder Schuldenabbau völlig auf der Strecke bleiben. An jedem Tag ohne weitgehende und nachhaltige Reformen bei den Pensionen werden also die Zukunftschancen einer ganzen Generation vernichtet. Die fehlenden Investitionen von heute kosten uns die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand von morgen“, mahnt Rohrmair-Lewis. 

Warnschuss Lehrer-Pensionen

Der letzte Warnschuss für die Politik, um die Auswirkungen des aktuellen Pensionssystems aufzuzeigen, ist der Rechnungshofbericht zu den Lehrer-Pensionen. Der frühere Pensionsantritt bei Landes- bzw. Bundeslehrern führt geschätzt zu zwei Milliarden an Mehrkosten. Dies geht wieder einmal auf Kosten der Jungen.  

JW fordert automatische Anpassung an steigende Lebenserwartung

Für die JW ist daher klar: eine umfassende Pensionsreform muss her, die das aktuell zu niedrige Pensionsantrittsalter rascher anhebt. Dazu fordert sie u.a. eine automatische Anpassung des gesetzlichen Antrittsalter an die Lebenserwartung, wie es viele andere europäische Länder – darunter der „Vorzeige-Sozialstaat“ Schweden – schon gemacht haben. „Wir müssen in Österreich endlich die demografischen Realitäten berücksichtigen. Die Menschen leben glücklicherweise immer länger, können aber ohne effektive Reformen nicht mehr auf ein gesundes und funktionierendes Pensionssystem vertrauen“, sieht der JW-Bundesvorsitzende das Pensionssystem in Gefahr und appelliert: „Trotz Sommer und Wahlkämpfe muss die Pensionsreform endlich an Fahrt gewinnen!“ 

Weiters zählen die Abschaffung von Frühpensionen und Pensionsprivilegien, die schnellere Angleichung des gesetzlichen Antrittsalter von Frauen an Männer sowie effektive Anreize und Beschäftigungsinitiativen für ein längeres Arbeiten zu den Forderungen der JW. 

Herbert Rohrmair-Lewis ist seit 2014 Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, welche Anwalt und Lobby für 120.000 junge Unternehmerinnen und Unternehmer in ganz Österreich ist. Mit über 37.000 aktiven Mitgliedern setzt sie sich dafür ein, dass junges Wirtschaften Zukunft und die Selbstständigkeit Vorrang hat. (PWK637/ES)

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