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Alpbach 2016 – Rudorfer: Regulierung mit Augenmaß, Kreditwirtschaft regulatorisch Luft holen lassen

„Weniger Bürokratieerfordernis macht Kapazität für Beratung, Service und für das Match um die Zukunft - die Digitalisierung - frei“

„Sieben Jahre Bankenregularien – und nun?“ – diesem Themenkreis widmete sich ein so genannter Breakfast Club im Rahmen der Finanzmarktgespräche beim Europäischen Forum Alpbach 2016. Die Kernfragen seien, ob die Auflagen für den Bankensektor richtig in Bezug auf Qualität und Quantität und Kreis der Regulierten seien, so Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

Dazu kommen die Anforderungen bezüglich Profitabilität, Eigenkapital und vieles andere mehr sowie häufig überzogener Konsumentenschutz. Österreichs Banken bekennen sich zu sinnvollem Konsumentenschutz, provokant formulierte Rudorfer jedoch: „Manchmal fragt man sich schon, ob europäischer Konsumentenschutz wirklich die Konsumenten schützt und ihnen nützt?“ Als Beispiel werden künftige widersprüchliche und verwirrende EU-Kosteninformationen beim Vertrieb von Wertpapierprodukten angeführt.  

Rudorfer plädierte in Alpbach einmal mehr „für Regulierung mit Augenmaß“ sowie dafür, „die Kreditwirtschaft regulatorisch Luft holen zu lassen“. 

Der österreichische Bankensektor hat im Rahmen der Initiative, Regulative auf Widersprüchlichkeiten zu durchleuchten und zu evaluieren, der EU-Kommission einige Beispiele für Verbesserungen in diesem Sinne genannt. Dabei handle es sich aber nicht um ein Zurückrudern in Sachen Regulierungen.  

Ein weiterer positiv zu bewertender erster Schritt ist die Absicht der Europäischen Zentralbank, Anforderungen aufzuspalten in verbindliche Anforderungen und nicht bindende Leitlinien. 

Eine zu enge Umsetzung der Markets in Financial Instrumentes Directive (MiFID II) kann bestehende Vertriebsstrukturen in Frage stellen. In Zukunft könnten als Konsequenz oftmals deutlich mehr standardisierte Finanzprodukte und -dienstleistungen stehen und dazu führen, dass gerade in einem Niedrigzinsumfeld breiten Bevölkerungskreisen nur weniger Ertragsaussichten habende Produkte angeboten werden dürfen. Solche Entwicklungen gab es etwa in Großbritannien zu beobachten.  

Bürokratieabbau im Zusammenhang mit Finanzdienstleistungen mache Kapazitäten für Beratung und Service frei. „Weniger ist auch in diesem Zusammenhang mehr“, so Bankensprecher Rudorfer. Es gelte, Banken wettbewerbsfähig zu erhalten, sie müssen ihrer Kernaufgabe - der Finanzierung von Unternehmen und Privaten - nachkommen können. Das ist eine Voraussetzung für das so notwendige Wachstum in Österreich und Europa und lasse Kapazität für das Match um die Zukunft der Finanzdienstleistungen, die Digitalisierung. (PWK615/JR)

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