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Vizepräsident Roth: Globalisierung ist zentraler Faktor für Wachstum und Wohlstand

Österreichs Wirtschaft steht zu TTIP – Weiterführung der Verhandlungen ist geboten

 „Als kleine exportorientierte Volkswirtschaft hat Österreich jedes Interesse an einer engen wirtschaftlichen Vernetzung mit der Welt, insbesondere auch mit den USA, die zu unserem zweitwichtigsten Handelspartner geworden sind. Es ist daher in unserem ureigenen Interesse, dass die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen nach einer allfälligen Abkühlphase unbedingt zielstrebig weitergeführt werden“, betont der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Jürgen Roth. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich die weltweiten Handelsverflechtungen infolge der Globalisierung positiv in Form von mehr Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung auf die europäischen Staaten, insbesondere auch Österreich, ausgewirkt haben.  

Roth: „Wenn nun eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung aufzeigt, dass der Globalisierungsgrad in einer Vielzahl von Staaten, darunter Österreich, abnimmt, sollten die Alarmglocken läuten. Wer auf der einen Seite mit zum Teil haarsträubenden Argumenten gegen TTIP und Freihandel im Allgemeinen kampagnisiert, soll sich dann bitte nicht wundern, wenn die Exporte einbrechen und Arbeitsplätze verlagert werden.“ Mehr als 50 Prozent der in Österreich produzierten Güter ins Ausland sowie hunderttausende Arbeitsplätze in Österreich hängen direkt oder indirekt am Export, der voriges Jahr mit plus 2,7 Prozent bzw. 131,55 Milliarden Euro wieder auf ein „all-time-high“ gestiegen ist. Zudem verdient Österreich 6 von 10 Euro im Ausland. Und: Ohne Exporte wäre die österreichische Wirtschaft in den vergangenen Jahren nicht gewachsen, sondern geschrumpft. 

Umfassendes und faires Abkommen wünschenswert

Die österreichische Wirtschaft stehe „natürlich weiterhin zu TTIP und wünscht sich ein umfassendes, ehrgeiziges und faires Abkommen – und das möglichst rasch“, betont der WKÖ-Vizepräsident und verweist darauf, dass die Wirtschaftskammer dabei die Interessen und Anliegen der österreichischen Wirtschaft auch in Zukunft vehement einbringen wird. Auch das bereits fertig verhandelte Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada müsse nach der Unterzeichnung rasch ratifiziert bzw. umgesetzt werden. 

Beim Thema Freihandel generell und bei TTIP im Speziellen sei zudem eine Rückkehr zu mehr Sachlichkeit und eine auf Daten und Fakten basierende Information und Kommunikation dringend geboten, so Roth abschließend: „Bilanziert wird zum Schluss, aber nicht mitten in den Gesprächen. Eines ist aber schon jetzt klar: Freihandel und ein Mehr an wirtschaftlicher Verflechtung mit der Welt sind eindeutig im Interesse der heimischen Unternehmen.“ (PWK613/SR)

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