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Österreichs Arbeitsmarkt weiter in der Krise

Gleitsmann: Reduktion der Arbeitskosten immer dringlicher

Mit einer steigenden Zahl an arbeitslosen Personen (Arbeitslose und Schulungsteilnehmer: + 1,1 Prozent oder +4.039 im Vorjahresvergleich) auf insgesamt 389.000 Personen Ende August ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor auf einem Rekordhoch und nimmt weiter zu.

Besonders unerfreulich ist, dass Österreich mit einer Arbeitslosenquote von 6 Prozent im EU-Vergleich mittlerweile nur noch an sechster Stelle, knapp gefolgt von Polen und Rumänien, liegt. „Während die Arbeitslosenquote in 24 von 28 EU-Mitgliedstaaten gesunken ist, gehört Österreich neben Estland und Belgien zu den drei Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit. Eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung belegt, dass  wir trotz stabiler Wirtschaftssituation im Bereich Arbeitsmarkt auf der Stelle treten bzw. sogar einen leicht negativen Trend zu verzeichnen haben. Dieser Entwicklung muss rasch entgegengesteuert werden“, appelliert Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Gleitsmann: Entlastung der Wirtschaft durch Lohnnebenkostensenkung

„Es ist höchste Zeit durch eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten Impulse für die Schaffung zusätzlicher Stellen zu setzen und die Arbeitslosigkeit zu senken“, so Gleitsmann. Österreichs Arbeitskosten liegen deutlich über dem EU-Schnitt. Dies zeigen auch die Einnahmen der Sozialversicherungsträger, die seit 2005 um 48 Prozent gestiegen sind, während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergleichbaren Zeitraum nur um 34 Prozent zulegte. Spielraum für eine dringend benötigte Beitragssenkung ist daher vorhanden.

Offene Stellen erneut stark gestiegen

Der Anstieg an gemeldeten offenen Stellen ist mit einem österreichweiten Plus von 43.120 oder +34,6 Prozent erneut sehr erfreulich, in einigen Bundesländern (Oberösterreich: +58,8 Prozent, Salzburg und Niederösterreich: +34 Prozent) sogar besonders deutlich. Trotz hoher und steigender Arbeitslosigkeit gibt es zahlreiche Betriebe, die ihren Fachkräftebedarf nicht decken können. Arbeitslose mit nicht passenden Qualifikationen sollen künftig vermehrt direkt in den Betrieben ausgebildet werden. Damit ist gewährleistet, dass nicht am Bedarf der Wirtschaft vorbei qualifiziert wird.  „So kann es gelingen, die Lücke zwischen passendem Arbeitskräfteangebot und offenen Stellen in den Betrieben besser in den Griff zu bekommen, “ betont Gleitsmann.

Dauer der Arbeitslosigkeit nimmt weiter zu

Im Durschnitt waren Arbeitslose 136 Tage vorgemerkt, bis sie wieder eine Arbeit aufnehmen konnten. Damit ist die Verweildauer wieder um sieben Tage gestiegen. „Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass es kein größeres Einstellungshindernis gibt, als eine länger andauernde Arbeitslosigkeit. Es sollte daher auf mehr Verbindlichkeit beim Bemühen um das rasche Finden einer neuen Beschäftigung geachtet werden“, so Gleitsmann.

In der deutlich steigenden Ausländerarbeitslosigkeit sind neue Ideen gefragt. „Die Vermittlung von arbeitslosen, anerkannten Flüchtlingen auf gemeinnützige Tätigkeiten sollte geprüft werden, sofern sie für einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt noch nicht geeignet sind.

Mehr Beschäftigte 50+

Die weiterhin steigende Beschäftigung in der Altersgruppe 50+ zeigt, dass die Wirtschaft in hohem Ausmaß ältere Arbeitskräfte beschäftigt. Im Vorjahresvergleich hat die Beschäftigung der 50+ um 51.000 oder +5,7 Prozent auf insgesamt 940.000 Personen zugenommen. Die Altersgruppe 50+ ist jene, die von den seit Jahresbeginn neu aufgenommenen Dienstverhältnissen  am meisten profitiert (+77.505  oder +5,7 Prozent  mehr Abgänge in Beschäftigung im Vorjahresvergleich). „Diese Entwicklung zeigt: Anreize, wie die AMS–Eingliederungsbeihilfe und Bewusstseinsbildung bei Arbeitgebern und Beschäftigten wirken auf die Beschäftigung Älterer positiver als Strafen“, zeigt sich  Gleismann abschließend überzeugt. (PWK612/ES)

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