th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Fahrzeughandel – Branchensprecher Ernst: „Kfz-Kaskoversicherungen bergen Risiken für Konsumenten“

Warnung vor Klauseln, die eine Einstufung von Fahrzeugen als „wirtschaftlicher Totalschaden“ ermöglichen, obwohl Besitzer lieber eine Reparatur gehabt hätten

Klauseln im Kleingedruckten ermöglichen es Versicherern Fahrzeugrestwerte in Wrackbörsen zu ermitteln und bei Schadensbewertungen zu berücksichtigen. Eine Einstufung als wirtschaftlicher Totalschaden kann dann die Folge sein. Der heimische Fahrzeughandel läuft jetzt Sturm und zeigt eine sichere Alternative für Konsumenten auf. 

Bisher galt es in den Köpfen der Autolenker als unumstößliche Tatsache: Wer eine Kaskoversicherung abschließt, schützt sich und sein Auto optimal für den Schadensfall. Der Nimbus vom risikofreien Rundumschutz verliert aufgrund von vermehrten Problemfällen bei Reparaturzahlungen nun aber an Glanz. Ein OGH-Urteil bestätigt die Rechtmäßigkeit von heiklen Vertragsvereinbarungen, die Konsumenten nicht ausreichend bekannt sein dürften: War es bisher gängige Praxis bei kaskoversicherten Autos bis zu einem Schaden von etwa 70% des Wiederbeschaffungswertes reparieren zu lassen, so können Versicherer nun den erzielbaren Restwert via Internet-Wrackbörse ermitteln und diesen miteinbeziehen. Die Folge ist vielfach die Einstufung als „wirtschaftlicher Totalschaden“. Die Versicherung muss in dem Fall lediglich die Differenz zwischen Zeitwert und Wrackerlös begleichen, ohne die tatsächlichen Reparaturkosten zu berücksichtigen. Das Fahrzeug wird dann vom Wrackhändler abgeholt, obwohl dem Besitzer eine Reparatur möglicherweise lieber gewesen wäre. 

Für Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), eine vollkommen unbefriedigende Situation, die durch die richtige Wahl des Versicherers aber vermieden werden kann. „Wer auf der sicheren Seite sein und juristische Schlupflöcher umschiffen möchte, sollte seine Versicherung direkt im Kfz-Betrieb abschließen. Der Branchenversicherer des österreichischen Kfz-Gewerbes bietet beispielsweise Reparaturen bis zu 100% des Wiederbeschaffungswertes“, so Ernst. 

Vom Blech- zum wirtschaftlichen Totalschaden 

Laut herrschender Rechtslage liegt ein Totalschaden dann vor, wenn die Reparaturkosten und der Restwert den Wiederbeschaffungswert übersteigen. Die Versicherer können somit Schäden, die bei weitem nicht an den Fahrzeugwert heranreichen, zum Totalschaden erklären. Die Auswirkungen dieser sogenannten Totalschadenklausel sind den meisten Kunden nicht bewusst, weshalb der heimische Fahrzeughandel nun gezielt Aufklärungsarbeit leisten möchte. „Es ist essenziell, die heimischen Autolenker über dieses Risiko zu informieren. Als Fahrzeughandel leisten wir hier einen wichtigen Beitrag“, unterstreicht Branchensprecher Burkhard Ernst. (PWK573/JR)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Die “Hall of Fame“ unternehmerischer Spitzenleistungen in den USA

Die WirtschaftsOskar-Gewinner 2011-2016: Von ALPLA bis voestalpine. mehr

  • Archiv 2016

Europäisches Forum Alpbach 2016 - Meldungsüberblick

„Die Wirtschaft auf der Suche nach einer neuen Aufklärung“ - 30.8. - 1.9. mehr

  • Presse Archiv

Konferenz in der WKÖ: „Europäisches Lkw-Kartell - Prozesschancen und -risiken für betroffene Unternehmer“

Bundessparte Transport und Verkehr informiert Betriebe - 10. Jänner 2017, 9 Uhr, WKÖ mehr