th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gollenz/Ulreich: „Wohnungsmarkt in Österreich braucht Investitionsanreize“

Branchensprecher der Immobilienwirtschaft warnen: „Finger weg von den Eigentumswohnungen, Fortschritt statt Stillstand ist notwendig“

Als „schwerwiegenden Eingriff ins Eigentumsrecht“ und „Vertrauensbruch“ sieht Gerald Gollenz, stellvertretender Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Vorstellungen der SPÖ zu einer Novelle des Mietrechtsgesetzes nach der offensichtlich gescheiterten Mietrechtsreform und warnt: „Finger weg von den Eigentumswohnungen.“

Die SPÖ beschwöre das sogenannte „Universalmietrecht“ in neuer Verpackung herauf und fordere unter dem Titel „Vereinfachung“ in Wahrheit eine Vereinheitlichung des Anwendungsbereiches. „Das hätte zur Folge, dass zigtausende weitere Eigentumswohnungen den Reglementierungen des Mietrechtsgesetzes vollständig unterliegen sollen. Neben dem Eingriff ins Eigentumsrecht würde das auch erhebliche Wertverluste bedeuten“, so Gollenz: „Tausende Wohnungseigentümer haben ihre Wohnung im guten Glauben erworben, dass sie über diese Wohnung frei verfügen können und vermieten diese bis zur Selbstnutzung für Kinder oder als Pensionsvorsorge. Die Menschen haben beim Kauf einer Eigentumswohnung als Säule der Pensionsvorsorge - oft teilweise fremdfinanziert - darauf vertraut, dass die Wohnung beim Pensionsantritt ausbezahlt ist. Würden diese Wohnungen in den Vollanwendungsbereich fallen, verlängert sich der Zeitraum der Ausfinanzierung.“ Damit werde auch die Bedeutung von privaten Vermietern und des privaten Wohnungsmarktes völlig verkannt. 

Immobilienwirtschaft kritisiert „wirtschaftsliberalen Korridor“

Auf Kritik der Immobilienwirtschaft trifft auch der vorgeschlagene „wirtschaftsliberale Korridor“: Damit würden nur Neubauten, die nicht älter als 20 Jahre sind, frei vermietbar bleiben. Alle bestehenden Bauten, die älter sind, würden hingegen unter den Richtwert fallen.

Hans Jörg Ulreich, Bauträgersprecher im Fachverband der Immobilientreuhänder, unterstreicht: „Der Wohnungsmarkt hat sich dramatisch verändert. Ein Basismietzins oder weitere Reglementierungen würden einen Stillstand weiter zementieren. Die Antwort auf eine drohende Wohnungsnot sind Investitionsanreize und Flexibilität.“

„Völlig unverständlich“ sei es, so Ulreich, warum die SPÖ das Modell der privaten Immobilienwirtschaft mit Investitionsanreizen für die Sanierung und mit Vorteilen für Mieter nicht aufgreift: „Das schafft Arbeitsplätze und berücksichtigt die Interessen aller - auch jener, die auf Wohnungssuche sind. Ein Aufschwung am Wohnungsmarkt und damit ein Abschwung der Preise werden ohne Privatwirtschaft nicht möglich sein. Vorschläge der privaten Immobilienexperten müssen daher berücksichtigt werden“, fordern Gollenz und Ulreich abschließend. (PWK570/JR)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Bundesregierung setzt Impuls für Innovation und steigert Zukunftsinvestitionen

Schultz: Wirtschaft begrüßt Maßnahmen und Anhebung des Budgetpfads für Forschung & Innovation mehr

  • Archiv 2016

Europäisches KMU-Barometer: „KMU erholen sich, zögern aber bei Investitionen“

Negative Auswirkungen infolge des Brexit zeichnen sich ab mehr

  • Archiv 2016

JW-Rohrmair-Lewis ad Pensionsgipfel: “Statt Reform-Turbo nur ein Reform-Blindgänger“

Pensionsproblematik wird heute auf die lange Bank geschoben - JW fordert dringend notwendige und nachhaltige Pensionsreform – jetzt erst recht! mehr