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WKÖ zu Pflegefreistellung: Keine neuen Kosten und Pflichten für die Wirtschaft

Gleißner: Rechtliche Möglichkeiten für pflegende Mitarbeiter wurden bereits ausgebaut und reichen aus

Die Diskussion um erweiterte Pflegefreistellung darf nicht zu weiteren Belastungen für Unternehmen führen, betont Rolf Gleißner, Arbeitsrechtsexperte und stv. Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich. „Die Betriebe haben selbstverständlich Verständnis für pflegende Mitarbeiter. In der Praxis findet man immer eine Lösung. Ich kenne keinen Fall, wo die Haltung eines Unternehmens die Pflege eines Angehörigen verhindert hätte. Wir sind aber dagegen, immer mehr Kosten und Risken aus der Privatsphäre auf die Unternehmen zu überwälzen“, hält der WKÖ-Experte fest.

Gleißner verweist darauf, dass die rechtlichen Möglichkeiten bezüglich Pflegefreistellung in den letzten Jahren ohnehin ausgebaut wurden und international vorbildlich sind: 2013 wurde der Anspruch auf Pflegeurlaub auf Kinder, die nicht im selben Haushalt leben, ausgeweitet. 2014 kamen die Pflegekarenz und Pflegeteilzeit dazu. Daneben hat jeder Mitarbeiter 5 bis 6 Wochen Urlaub sowie meist noch weitere Freistellungsansprüche aus persönlichem Grund.

„Alles in allem zahlen die Unternehmen schon jetzt jedes Jahr Entgelt für rund 10 Wochen, in denen keine Arbeitsleistung erbracht wird, das reicht! Will man den Aufschwung, auf den wir seit über vier Jahren warten, fördern, sollte man die Unternehmen statt neuer Belastungsideen und Bürokratie endlich in Ruhe arbeiten lassen.“ (PWK561/PM)

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