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Türkei: Wirtschaftsleben geht wieder ungestört weiter

Türkische Regierung plant Wirtschaftsförderungsmaßnahmen, um Investoren zu halten – Türkei gehört zu den Top-20 Wirtschaftspartnern Österreichs.

„Nach dem missglücktem Putschversuch ist die Lage in der Türkei wieder ruhig und das Geschäftsleben nimmt seinen gewohnten Lauf“, berichtet Georg Karabaczek, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Istanbul. Die türkische Zentralbank ist bemüht, die wirtschaftliche Stabilität im Land zu gewährleisten. Dies soll unter anderem durch den für Banken unbeschränkten Zugang zu liquiden Mitteln erreicht werden, auch die Provision für Tagesgeschäfte wird auf null Prozent gesetzt. Alle Auslandswährungen werden für die Besicherung dieser Liquiditätsspritzen akzeptiert, die aktuelle geltende Grenze von 50 Milliarden US-Dollar gilt somit nur noch auf dem Papier und kann gegebenenfalls erhöht werden. Mit einem massiven Wirtschaftspaket, das in den nächsten Wochen präsentiert werden soll, will die Regierung dem Ausbleiben von ausländischen Investitionen entgegenwirken und weiter Kapital anziehen. Unter den derzeitigen Bedingungen (Syrienkrieg, Flüchtlingskrise etc.) leidet vor allem die türkische Tourismuswirtschaft. Die Rückgänge machten bereits vor den jüngsten Entwicklungen bis zu -40 Prozent aus. Der Anteil des Tourismus am türkischen BIP liegt bei etwa 15 Prozent. 

Paket zur Erleichterung für ausländische Investoren

„Bereits vor dem Putschversuch hatte die türkische Regierung mehrere Maßnahmen gesetzt, um das Wirtschaftswachstum im Land in Schwung zu bringen“, so Karabaczek. Darunter fallen die Einführung eines Pakets zur Erleichterung von ausländischen Investitionen und einem besseren Zugang zum Arbeitsmarkt für ausländische Investoren, welche in Zukunft für die Mitarbeiter der türkischen Niederlassungen eine sogenannte „Türkise Karte“ beantragen können. Zusätzlich werden regionale Maßnahmen gesetzt, zu denen die Einrichtung von 26 speziellen Investmentzonen mit Zugang zu zinsfreien Krediten zählen. In bestimmten Regionen werden wichtige Schritte für die Projektrealisierung direkt von der öffentlichen Hand übernommen, Investoren sollen nach Abschluss des Projekts nur noch übernehmen brauchen. Besondere Anreize sollen dabei für den Osten und Südosten der Türkei mit Investitionsförderungen etwa im Textil- und Lebensmittelbereich geschaffen werden. Man rechnet damit, dass die Förderpakete bis spätestens Jahresende verfügbar sein werden. 

Für Österreich gehört die Türkei -  sowohl die Exporte als auch die Importe betreffend - zu den Top-20 Wirtschaftspartnern. Das Außenhandelsvolumen (Waren und Dienstleistungen) machte im Jahr 2015 rund vier Milliarden Euro aus. Die Waren-Exporte in die Türkei stiegen im Jahr 2015 um 16,2 Prozent, die Importe um 12,2 Prozent. Österreich ist nach den USA und den Niederlanden der drittgrößte Auslandsinvestor im Land. (PWK549/BS)

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