th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Spritsparendes Fahren und Fuhrparkumstellung fördern den Klimaschutz und Energieeffizienz

Elektromobilität und Automatisiertes Fahren sind kommende Ausbildungsschwerpunkte

Mit Spritsparendem Fahren, dem EcoDriving, können Lenker bis zu 15 Prozent Treibstoff einsparen. Weniger Verbrauch senkt die Ausgaben beim Fahren. Zudem leisten Spritspartrainings einen Beitrag zum Klimaschutz und mehr Energieeffizienz.  

„Die besondere Wertschätzung durch Umweltminister Andrä Rupprechter und WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser bei der Internationalen klimaaktiv mobil Konferenz THE PEP mit Gästen aus 20 Ländern unterstreicht den Stellenwert des Spritsparens als europaweit vorbildliche Klimaschutzinitiative. Eine vorausschauende Fahrweise erhöht zudem die Verkehrssicherheit“, so Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich. 

Die EcoDriving-Trainingspläne mit Schwerpunkt praktischem Fahren mit einem Coach und gegenseitigem Feedback der Kursteilnehmer werden seit 12 Jahren laufend weiterentwickelt und gelten mittlerweile international als Best Practice und Exportschlager. Spritsparen ist verankert in einer Initiative von WHO und der UNECE, dem Programm THE PEP (Transport, Health Environment Pan-European Programme). 1.300 Spritspartrainer wurden bisher ausgebildet. Sie führen sowohl gecoachte EcoDriving-Perfektionsfahrten mit Fahrschülern als auch Spritspartrainings mit Berufslenkern durch. 60.000 Tonnen CO2 Einsparungen jährlich steuern die Schulungen von angehenden Autolenkern und Lenkern von Bussen und Lkw zum Klimaschutz bei, so Wiedermann. 

Spritspartrainer-Ausbildung für Berufslenker

Aufgrund des Energieeffizienzgesetzes wurden 150 Spritspartrainer nach aktualisierten Ausbildungsplänen heuer erstmals ausgebildet oder erhielten eine Auffrischungsschulung, erläutert Stefan Ebner, Geschäftsführer des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs. Die neue Schulung berücksichtigt technologische Entwicklungen wie Assistenzsysteme, alternative Antriebe, die Elektromobilität oder die modulare Weiterbildung der Berufskraftfahrer. Mit einem Ganztagstraining erfüllen Berufslenker ihre EU-rechtlich vorgeschriebenen Weiterbildungsverpflichtungen. Die Schulungen der Trainer führen sogenannte Mastertrainer durch, die wie die Spritspartrainer Experten aus den Fahrschulen mit einschlägiger Erfahrung als Ausbilder sind. Autolenker sparen 200 kg CO2 pro Jahr oder 83 Liter Treibstoff (10 Prozent), wenn sie ein ganztägiges Spritspartraining nach den Kriterien der Energieeffizienz-Methode absolvieren. Berufslenker des Fernverkehrs sparen bis zu 8 Tonnen CO2 pro Jahr oder 3.200 Liter Diesel (6,5 Prozent).  

Spritspartrainings können seit 2015 als Energieeffizienz-Maßnahme gehandelt werden. Alternativ zur staatlichen Umweltprämie können somit Mittel durch Energielieferanten als Förderbeiträge lukriert werden. Spritspartrainings im Berufsverkehr bringen zwar höhere Einsparungen und die eingesparten kWh (Kilowattstunden) werden günstiger gehandelt. Trainings von Privatpersonen hingegen werden mit der Haushaltsquote einem Bereich zugeordnet, in dem größere Nachfrage nach Effizienzmaßnahmen besteht. 

An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei. Elektroautos werden bei der Führerscheinausbildung bereits von einigen Fahrschulen eingesetzt. „Die Lernfortschritte sind bei der Ausbildung auf Elektrofahrzeugen sehr erfolgversprechend“, so Wiedermann. Um einen uneingeschränkten Führerschein zu erhalten, sind jedoch einige Unterrichtsstunden Umschulung auf ein Fahrzeug mit einem Schaltgetriebe erforderlich, wie die aktuelle Studie „Elektromobilität in den Fahrschulen“ belegt. Das EU-Recht schreibt die Führerscheinprüfung mit Schaltern vor, sonst erfolgt eine Einschränkung der Lenkberechtigung (auf Automatik). 

Prämien für "Fahrzeuge mit öffentlichem Interesse"

„Mit 90.000 Fahrschülern jährlich, die den Pkw-Führerschein erwerben sowie 60.000 Eltern, die im Rahmen des Begleiteten Fahrens „L“ und „L17“ eine Schulung erhalten, sind die Fahrschulen eine idealer Multiplikator für Elektromobilität“, fordert Wiedermann eine Förderoffensive für Ausbildungsfahrzeuge. Werden Elektro-Fahrschulfahrzeuge mit Doppelpedalerie eingesetzt, sollten 50 Prozent Zusatzbonus gewährt werden und Fahrschul-Unternehmen sollten für Investitionen in BEV (Battery Electro Vehicles) 4.500 Euro erhalten. Für Fahrzeuge mit öffentlichem Interesse wie Taxis, Carsharing-Autos oder Wägen mobiler Dienste der Hauskrankenpflege gewährt die öffentliche Hand bereits höhere Prämien. 

Elektroautos werden von Fahrschülern positiv aufgenommen. Zulassungen von Automatikfahrzeugen bzw. von Fahrzeugen ohne Kupplungspedal steigen: Im 1. Halbjahr 2016 wurden mit 2.000 E-Autos bereits mehr Elektrofahrzeuge zugelassen als im gesamten Jahr 2015. 85 Prozent aller Elektrofahrzeuge werden von Unternehmen eingesetzt. Zur weiteren Ausbreitung der Elektromobilität sind der stabile Weiterbestand der Förderung für Elektrofahrzeuge und damit Investitionssicherheit für Unternehmen unerlässlich, so Ebner. (PWK547/PM)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Wirtschaftsparlament: Neudeck und Plass fordern Reformbemühungen ein

Grüne Wirtschaft: Novelle der Gewerbeordnung nicht weitreichend genug – Neudeck:  Größere Anstrengungen bei Schuldenabbau Österreichs unternehmen mehr

  • Archiv 2016

KV-Abschluss in der Textilindustrie:1,40 % KV sowie 1,35 % Ist-Erhöhung

Ab 31.Oktober 2016 gilt neues modernes Lohngruppenschema mehr

  • Archiv 2016

WIFI Unternehmerservice: Neuer Leitfaden zu Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung ist ein Erfolgsfaktor — gerade für kleinere Unternehmen. Ein kostenloser Leitfaden des WIFI Unternehmerservicerichtet richtet den Fokus darauf mehr