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Migration und Integration als Schlüsselthemen der Zukunft

WKÖ-Gleitsmann: Bewältigung der Flüchtlingssituation, aber auch Weiterentwicklung und Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung notwendig

Die Industriellenvereinigung schlägt in ihrer heute präsentierten Broschüre „Migration und Integration neu gestalten“ vielfältige Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen und zur Adaptierung der Migrationsgesetze vor. Sie ist damit inhaltlich auf einer Linie mit der WKÖ, die seit Längerem unter anderem für eine Anpassung der Regelungen zur Rot-Weiß-Rot – Karte eintritt. „Die Rot-Weiß-Rot – Karte war ein Meilenstein in der österreichischen Migrationspolitik, nach mehr als drei Jahren bedarf es allerdings einer Evaluierung und Weiterentwicklung“, so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ. Die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot- Karte wurde auch ausdrücklich im aktuellen Regierungsprogramm niedergeschrieben. 

„Die demographische Entwicklung wird uns im Hinblick auf die Versorgung der Wirtschaft mit geeigneten Arbeitskräften und die Sicherung des Sozialsystems noch vor große Herausforderung stellen. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung in Österreich bereits jetzt schrumpfen und wäre der Fachkräftemangel noch um ein Vielfaches größer", so Gleitsmann. Daher gilt es vor allem einerseits, das Fachkräftepotenzial jener Menschen zu nutzen, die in Österreich Asyl erhalten haben, gleichzeitig aber auch dem Fachkräftemangel durch gezielte Maßnahmen im Rahmen der Migrationspolitik entgegenzuwirken. 

Öffnung der Rot-Weiß-Rot – Karte für Bachelor- und Doktoratsabsolventen 

Eine wesentliche Forderung der WKÖ ist die Öffnung der Rot-Weiß-Rot – Karte für Bachelor- und Doktoratsabsolventen sowie eine Ausweitung der Jobsuchzeit für diese Personengruppe. „Internationale Studierende, die ihr Studium an österreichischen Universitäten absolviert haben, sind Zuwanderer mit höchstem Potenzial. Sie verfügen über eine hohe Qualifikation und sind bereits in Österreich integriert. Zudem wurde ihre Ausbildung auf Kosten der österreichischen Steuerzahler finanziert. Es wäre sowohl arbeitsmarkt- als auch fiskalpolitischer Unfug, diesen hoch qualifizierten Personen den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt zu erschweren“, so Gleitsmann.  

Daten für Mangelberufsliste ausweiten 

Darüber hinaus schlägt Gleitsmann auch eine Ausweitung der Datengrundlage für die Erstellung der Mangelberufsliste vor. Diese bezieht sich derzeit auf beim AMS offen gemeldete Stellen, daher dominiert hier der Bereich der mittleren Qualifikation. Gerade im hochqualifizierten Bereich suchen Betriebe jedoch häufig über Print- und Onlinemedien, dies fließt nicht in die Festlegung der Mangelberufslisten ein. Außerdem sollte aufgrund des gravierenden Fachkräftebedarfs in einigen Bundesländern und Berufen der regionale Bedarf in der Fachkräfteverordnung berücksichtigt werden. 

Um die Chancen aus der Flüchtlingsmigration zu nutzen, braucht es ein langfristig angelegtes Konzept, betont Gleitsmann mit Verweis auf ein gemeinsames Papier der Sozialpartner für einen „Masterplan“ zur nachhaltigen Integration, das der Bundesregierung Ende April übergeben wurde. Vor allem jugendlichen Asylwerbern mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit müsse rasch ein Zugang zu Lehrstellen in allen Berufen geschaffen werden. Gleitsmann sieht in diesem Zusammenhang einen unmittelbaren Handlungsbedarf der Regierung. (PWK533/PM)

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