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Verwirrung um Urteil zu Nachrangdarlehen: Crowdinvesting-Plattformen dadurch nicht betroffen

Branchensprecher Pöltner: Crowdinvesting durch gesetzliche Regelung auf solider Basis

Im Juni erging ein Urteil des Landesgerichts Graz bezüglich unerlaubter Klauseln bei Nachrangdarlehen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Auftrag des Sozialministeriums geklagt und das Gericht befand alle eingeklagten Klauseln als gesetzwidrig. „Aus diesem - nicht rechtskräftigen  - Urteil darf man nicht den Fehlschluss ziehen, Crowdinvesting generell infrage zu stellen“, stellt Paul Pöltner, Vorsitzender des Fachausschusses Crowdinvesting-Plattformen des WKÖ-Fachverbands Finanzdienstleister, klar. 

„Crowdinvesting ist in Österreich seit September 2015 durch das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) geregelt. Der Gesetzgeber hat darin Rahmenbedingungen und Spielregeln präzise festgemacht. Damit ist auch klar, unter welchen Bedingungen die Beteiligung der breiten Masse an einem Unternehmen zulässig ist“, so Pöltner. 

Gütesiegel für Plattformen – Schutz der Investoren steht außer Frage

Erst vor kurzem verpflichteten sich die wesentlichen Player des heimischen  Crowdinvesting-Sektors zur Einhaltung neuer freiwilliger Standesregeln – klar erkennbar  durch ein Gütesiegel. „Ohne Qualitätsstandards und das Vertrauen der Investoren ist langfristiger Geschäftserfolg nicht möglich“, ist Pöltner überzeugt. 

Für die Crowdinvesting-Branche ist es definiertes Ziel, eine Win-win-Situation für Darlehensgeber und die Crowd zu ermöglichen. Nicht zuletzt im Alternativfinanzierungsgesetz wurde der Schutz der Anleger explizit ausgedehnt. „Seither sind Investments in einzelne Projekte mit maximal 5.000 Euro pro Person begrenzt. Um höhere Summen investieren zu dürfen, muss man schriftlich einen entsprechenden Verdienst nachweisen. So wird verhindert, dass Personen – wenn sich der gewünschte Erfolg wider Erwarten nicht einstellen sollte - ein für sie zu hohes Risiko eingehen und dieses in ein Projekt kanalisieren“, informiert Pöltner und ergänzt: „Wir begrüßen die gesetzliche Regelung von Crowdinvesting durch das AltFG.“ (PWK512/PM)

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