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Wirtschaft und Beschäftigung brauchen oberste Priorität

Gleitsmann: Lohnnebenkostensenkung als wirksamstes Rezept für den schwachen österreichischen Arbeitsmarkt

Mit einem hauchdünnen Minus bei der Zahl der Arbeitslosen (-203 arbeitslose Personen Ende Juni im Vorjahresvergleich) blieb die Situation im Juni auf dem heimischen Arbeitsmarkt mehr oder weniger unverändert. Positiv fällt auf, dass die Zahl der Beschäftigten erneut gewachsen ist (+54.000 Ende Juni im Vorjahresvergleich). Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ, warnt in diesem Zusammenhang: „Diese ersten Anzeichen einer Erholung am österreichischen Arbeitsmarkt dürfen nicht überbewertet werden. Alarmierend bleibt nach wie vor, dass Österreich im europäischen Ranking immer weiter zurückfällt und mittlerweile  abgeschlagen auf dem 7. Platz liegt.“ Der Abstand zu den besten Ländern (Tschechien und Deutschland) wird immer größer (mittlerweile ganze 2 Prozentpunkte), der Abstand zu jenen Ländern, die vor nicht allzu langer Zeit zu den Sorgenkindern am europäischen Arbeitsmarkt zählten (etwa Rumänien), wird immer kleiner. „Jetzt heißt es wirklich rasch gegensteuern“, unterstreicht der WKÖ-Experte.

Rasche Entlastung der Wirtschaft könnte Beschäftigung ankurbeln 

Österreichs Lohnnebenkosten inklusive Lohnsteuer liegen im internationalen Vergleich im Spitzenfeld, hinter Belgien an 2. Stelle. „Eine rasche, spürbare Senkung der Lohnnebenkosten, etwa im Ausmaß von 5%, schafft für unsere Betriebe nicht nur mehr Fairness im internationalen Wettbewerb, sondern würde sich auch rasch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken“, betont Gleitsmann und verweist auf jüngste Aussagen von AMS-Vorstand-Kopf, der eine Lohnnebenkostensenkung als die wichtigste Maßnahme zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit genannt hat. Ähnlich argumentierte erst kürzlich auch der ehemalige sozialdemokratische deutsche Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement bei einem Vortrag in der WKÖ: Er warnte, dass das große Kapital der erfolgreichen mittelständischen Wirtschaft nicht durch Überregulierungen und steigenden Steuerbelastungen  verspielt werden dürfte. Zudem müsse ein investitionsfreundliches Klima geschaffen und Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmensfinanzierung umgesetzt werden, ergänzt Gleitsmann.

Offene Stellen erneut stark gestiegen

Der Anstieg an gemeldeten offenen Stellen ist österreichweit mit plus 48% auffallend hoch und fällt in manchen Regionen sogar noch deutlich stärker aus (Oberösterreich: +77,8%, Steiermark:+ 76,3%). Schon bisher gelang es zum Teil nur sehr schwer bis gar nicht die offenen Stellen zu besetzen. „Wenn passende Fachkräfte nicht verfügbar sind, braucht es praxistaugliche Bildungsangebote, die direkt in den Betrieben ansetzen und damit dem Bedarf der Wirtschaft entsprechen. So kann es gelingen, die Lücke zwischen Arbeitskräfteangebot und offenen Stellen in den Betrieben besser in den Griff zu bekommen“, so Gleitsmann.

Mehr Beschäftigte 50+ - Arbeitslosenquote leicht rückläufig

Die Arbeitsmarktlage in der Altersgruppe 50+ ist entspricht auch Ende Juni dem Trend der vergangenen Monate. Seit Jahresbeginn haben bereits 65.242 Personen 50+ ein Dienstverhältnis begonnen (das sind um 3.945 mehr im Vergleich zum Vorjahr). Die Altersgruppe 50+ ist jene, die von den zusätzlich begonnenen Dienstverhältnissen am meisten profitiert (+6,4 % mehr Abgänge in Beschäftigung im Vorjahresvergleich).  Erfreulich ist, dass in der Altersgruppe 50+ die Arbeitslosenquote mit 0,1% im Vorjahresvergleich leicht zurück geht. Immer mehr Personen wachsen durch die demografische Entwicklung in die Altersgruppe 50+, das spiegelt sich in der stark steigenden Beschäftigung in der Gruppe 50+ wider. Der zahlenmäßige Anstieg der arbeitslosen Personen 50+ (+4.336) ist vergleichsweise geringer. Gradmesser für die Arbeitsmarktlage der Älteren ist die Arbeitslosenquote, die in der Altersgruppe 50+ leicht gesunken ist. (PWK511/PM)

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