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Wartezeiten bei CT und MRT: Ministerium und Sozialversicherung sollen Vorschläge der Institute ernst nehmen

Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und Kontingenten

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser rennt mit ihrer Forderung, die Wartezeiten auf MRT- und CT-Untersuchungen zu verkürzen, bei den betroffenen Instituten offene Türen ein. Die Institute für Bildgebende Diagnostik halten Wartezeiten von mehreren Wochen für Patienten mit Krebsverdacht für völlig untragbar. „Wir waren auch die ersten, die schon seit Jahren davor warnen, dass Probleme mit den Wartezeiten entstehen werden“, erinnert der Verhandlungsführer der Institute für Bildgebende Diagnostik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Doz. Manfred Baldt. 

Wartezeiten nach Dringlichkeit reihen

Die Institute sind an einer Lösung des Problems dringend interessiert. Insbesondere Lösungsvorschläge, wie die Wartezeiten für Krebspatienten verkürzt werden können, werden von den Instituten gerne aufgenommen. Eine Lösung, bei der Untersuchungen abhängig von der vermuteten Diagnose unterschiedliche Dringlichkeit erhalten, müsse aber von den zuweisenden Ärzten umgesetzt werden, ergänzt Baldt. 

Auch über die konkreten Anlassfälle hinaus haben die Bildgebenden Institute bereits eine Reihe von konkreten Vorschlägen gemacht. Es liegt an der Sozialversicherung und am Gesundheitsministerium, sich konstruktiv mit diesen Vorschlägen auseinanderzusetzen. 

Zuweisungen und Kassenausgaben steigen laufend

Bei einem lösungsorientierten Dialog müssen allerdings auch alle Betroffenen bereit sein, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen: Die Nachfrage nach MRT- und CT-Untersuchungen nimmt pro Jahr um 5% bis 8% zu, bedingt durch den medizinischen Fortschritt, der diese Methode in immer mehr Fällen zum Standard macht. Dieser Zuwachs entspricht dem internationalen Trend. Zweitens werden immer mehr Untersuchungen von den Spitälern in den niedergelassenen Bereich ausgelagert. Dieses Hinausschicken der Patienten aus den Spitälern hat zusätzlich zu einem Anstieg von bis zu 10% geführt. 

Während also auf der einen Seite die Zuweisungen laufend ansteigen, sind die Ausgaben der Krankenkassen für die Untersuchungen unverändert limitiert. „Es ist ein schlichtes Faktum, dass die Krankenkassen nicht bereit sind, trotz höherer medizinischer Notwendigkeit die Kontingente zu erhöhen“, kritisiert Baldt. „Offenbar schwebt es jetzt der Frau Ministerin vor, die privaten Institute per Gesetz zu verpflichten, dass sie jene Patienten gratis behandeln, für die die Kassen nicht zahlen wollen. Das ist völlig unakzeptabel und gegen alle guten Sitten.“ (PWK487/PM)

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