th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Energiewende im Verkehr – Klacska: „Verkehr hat Großteil seiner Hausaufgaben gemacht“

Spartenobmann erinnert an die Bedeutung von Infrastruktur, Rechtssicherheit, Investitionsanreizen – Schwarzer für „Liaison von Energie- und Beschäftigungspolitik“

„Energieeffizienz und Energieeinsparung sind betriebswirtschaftliches Kalkül - so ist etwa die CO2-Reduktion im Transportsektor seit 40 Jahren ein Thema. Transporteure, Spediteure, Busunternehmer, Taxiunternehmen können es sich nicht leisten, keine verbrauchsarmen Fahrzeuge einzusetzen“, hob Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in seinen Eingangsworten zum Symposium „Verkehr und Umwelt: Energiewende im Verkehr“ am Montag Nachmittag im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien-Wieden hervor. 

Allerdings könne die gewerbliche Transportwirtschaft die sehr ambitionierten Ziele zur Redaktion von Abgasen nicht alleine stemmen, rief Klacska in Erinnerung, andere Bereiche – wie Individualverkehr, aber auch die Landwirtschaft sowie der öffentliche und der private Sektor – seien ebenfalls gefordert.

Die Reduktion von Luftschadstoffen und Feinstaub sei schon gut gelungen, dort habe der Verkehr bereits einen Großteil seiner Hausaufgaben erfüllt. Mehr als 20 000 Pkw, Lkw und Busse sind in Österreich bereits mit alternativen Antrieben unterwegs, davon fährt jedes fünfte Fahrzeug im gewerblichen Sektor.

„Die Verkehrswirtschaft ist jedenfalls bereit und willens“, so Bundesspartenobmann Klacska, allerdings müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören aber die Infrastruktur für die Verfügbarkeit alternativer Kraftstoffe ebenso wie die Rechtssicherheit und Investitionsanreize zum Umstieg auf Alternativen: Es könne nicht sein, dass die Förderung für Elektroautos in Österreich – wie heuer geschehen – nach kurzer Zeit reduziert und dann sogar gänzlich eingestellt wird: „Deutschland zeigt vor, wie es geht“, unterstrich Klacska. Er forderte von der Politik ein deutliches und nachhaltiges Commitment ein sowie eine klare Strategie zur Bewusstseinsbildung die alle Bereiche durchdringt.

Klimaschutz muss "Liaison mit Beschäftigungspolitik eingehen"

Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ, begrüßte das breite Pariser Abkommen für globalen Klimaschutz und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, „dass nicht nur Europa es mit Leben erfüllen wird“. Als Vorreiter im Klimaschutz dürfe die Union den Flankenschutz für die Wirtschaft nicht vernachlässigen. 

Nur ein wirtschaftlich erfolgreiches Europa könne der Schrittmacher des globalen Klimaschutzes sein und die Säumigen zum Nachziehen veranlassen. „Eine zusätzliche Erhöhung der weltweit einzigartigen 40%-Reduktionsverpflichtung der Union würde Europas Wirtschaftskraft schwächen und die Klimasünder sogar noch belohnen, die von der Verlagerung der Investitionen profitieren wollen“, unterstrich Schwarzer. Vorsicht sei angebracht vor Studien und Szenarien, die beweisen wollen, dass der Klimaschutz ganz einfach zu bewerkstelligen ist, weil dort die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgen nicht einmal betrachtet, geschweige denn gewürdigt wurden.

Erfolgreich werde der Klimaschutz dann sein, wenn er eine Liaison mit der Beschäftigungspolitik eingehe. Daran werde auch die Energiestrategie der Bundesregierung zu messen sein, zu der die Konsultation dieser Tage mit der Veröffentlichung des Grünbuches begonnen hat.

Um ein europäisches Golden Plating zu vermeiden, sei es wesentlich, dass die Politik ganzheitlich und nicht mit Schnellschüssen agiert. „Klimaschutz muss in energiepolitische und volkswirtschaftliche Zielsetzungen eingebettet sein“, forderte Schwarzer. (PWK434/JR)

Alexander Klacska (Bundessparte Transport und Verkehr), Ursula Zechner (bmvit) und Stephan Schwarzer (WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik)
Alexander Klacska (Bundessparte Transport und Verkehr), Ursula Zechner (bmvit) und Stephan Schwarzer (WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

WIFI-Trainerkongress 2016: Mit Neurobiologie zum Lernerfolg

Weiterbildungstreff für Trainer und Personalverantwortliche am 30. Mai in Wien - elf Praxis-Workshops zum Erweitern des eigenen Methoden-Repertoires. mehr

  • Archiv 2016

Spielzeuggeschäfte laden zum großen österreichweiten Kapla-Bauwettbewerb ein

Am 3.10.2016 geht es in Spielwarengeschäften in ganz Österreich los, bis 16.10. kann mitgemacht werden – Überreichung der Preise vor Ort im jeweiligen Spielzeuggeschäft mehr