th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Wirtschaftskammer-Reform geht weiter

Generalsekretär-Stv. Höllinger weist unrichtige Behauptungen der NEOS zurück – Reformkurs bereits seit Ende des Vorjahres beschlossen

„Es ist dem Neos-Abgeordneten Sepp Schellhorn unbenommen, die Wirtschaftskammer zu kritisieren. Die teils herabwürdigenden Formulierungen richten sich von selbst, nicht unwidersprochen bleiben sollen jedoch falsche Aussagen“, reagiert der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer, Herwig Höllinger, auf eine Aussendung Schellhorns.

So ist in der NEOS-Aussendung die Rede von „jahrzehntelangen Pensionsprivilegien der Kammerfunktionäre“. Das ist falsch. Funktionäre der Wirtschaftskammer erhalten (und das war auch in der Vergangenheit so) keine Pension und keine Abfertigung, sondern nur eine Aufwandsentschädigung zwölf Mal im Jahr. Wirtschaftskammer-Pensionen für frühere Mitarbeiter betragen im Schnitt 3000 Euro im Monat und wurden für neue Mitarbeiter bereits Ende der 1990er Jahre abgeschafft.  Die Ansprüche von ehemaligen Mitarbeitern mit WK-Pensionen stammen aus alten Verträgen. Diese leisten jedoch einen Solidarbeitrag zur Finanzierung des Pensionssystems der WKO.  

Finanzreserven: Durch umsichtiges Wirtschaften entstanden

Kritisiert wird auch, dass die Wirtschaftskammerorganisation ein Vermögen von 1,1 Mrd. Euro besitze. Gemeint ist hier das Anlagevermögen in Höhe von 864 Mio. Euro und die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 228 Mio. Euro für alle 10 Wirtschaftskammern. In diesen Beträgen sind u. a. Liegenschaften, die für den Betrieb notwendige Liquidität und auch die finanziellen Reserven der Wirtschaftskammerorganisation (die in risikoarmen Wertpapieren veranlagt sind) enthalten. Diese finanziellen Reserven sind durch umsichtiges Wirtschaften über viele Jahrzehnte hinweg entstanden.

Im Übrigen sieht die Haushaltsordnung gemäß Wirtschaftskammergesetz vor, dass die Reserven der Wirtschaftskammern die Höhe eines Jahresaufwandes ausmachen sollen – dies, um Schwankungen bei den Erträgen und Aufwendungen auszugleichen. Diese Regelung ist selbstverständlich dem Rechnungshof bekannt und wird von diesem nicht kritisiert. Der Versuch, Rücklagen mit finanziellen Reserven gleichzusetzen, ist falsch, da Rücklagen nur die in der doppelten Buchführung notwendige Gegenbuchung (auf der Passiv-Seite der Bilanz) zum Anlagevermögen (auf der Aktiv-Seite der Bilanz) sind.

Mehrfach-Grundumlagen: System wird angepasst

Kritisiert wird auch die Zahlung von Mehrfach-Grundumlagen. Höllinger: „Wir arbeiten bereits an einer Anpassung des Systems der Mehrfach-Grundumlagen. Lösungsvorschläge werden im kommenden Herbst vorliegen. Die Wirtschaftskammer hat bereits in der Vergangenheit die Beiträge der Mitglieder um 30 Prozent ebenso gesenkt wie die Zahl der Fachorganisationen. Derzeit wird daran gearbeitet, die Wirtschaftskammer-Organisation mit weiteren Reformen für die Aufgaben der Zukunft zu rüsten.“

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der Wirtschaftskammer-Mitglieder um zwei Drittel erhöht. Die Zahl der Exporteure ist auf das Vierfache gestiegen. Auch die Zahl der Teilnehmer an WIFI-Kursen hat sich massiv erhöht. Diese Zuwächse haben letztlich zu einem zusätzlichen Aufwand in puncto Betreuung und Serviceangebot geführt, hält Höllinger der Kritik Schellhorns an der Zahl der Mitarbeiter (die selbstverständlich keine Funktionäre sind) entgegen. (PWK430/RH) 

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2015

Leitl vor Wirtschaftsparlament: „Hände weg von weiteren Belastungsideen“

Entbürokratisierung, Investitionsanreize und Unternehmensfinanzierung sind Schwerpunkte für 2016 – „Mit positiven Lösungen Österreich wieder an die Spitze bringen“  mehr

  • Archiv 2016

Leitl nach Brexit-Votum für große Europäische Wirtschaftszone zur Einbindung Großbritanniens in den europäischen Binnenmarkt

1000 heimische Betriebe in Großbritannien tätig – Fortführung enger Wirtschaftsbeziehungen für alle Seiten positiv – politische Integration in EU forcieren mehr