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UEAPME: Spitzenvertreter des europäischen Mittelstands und Handwerks fordern in Wien Stärkung der europäischen KMU-Politik

UEAPME-Präsidentin Rabmer-Koller: Konkrete Maßnahmen für KMU setzen - Vizekanzler Mitterlehner: Wachstumspolitik und Strukturreform forcieren - WKÖ-Präsident Leitl: Hürden bei Bürokratie und Unternehmensfinanzierung beseitigen

KMU- und Handwerksvertreter aus den EU-Mitgliedstaaten trafen sich heute, Freitag, auf Einladung von Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des europäischen KMU- und Handwerksverbandes UEAPME und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in Wien. Als Ehrengäste waren Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und WKÖ-Präsident Christoph Leitl vertreten.

Rabmer-Koller: Ideen bündeln und umsetzen

Im Zentrum der UEAPME-Generalversammlung standen Lösungsansätze für bessere Rahmenbedingungen von KMU. „Es gibt unzählige Analysen darüber, wie Europas Wirtschaft wieder angekurbelt und das Unternehmertum forciert werden können. Diesen Analysen müssen nun konkrete Maßnahmen folgen, damit es wieder attraktiver wird, ein Unternehmen zu gründen, zu führen und auszubauen. Nur so wird es gelingen, in der Europäischen Union mehr Wachstum, Investitionen und Beschäftigung zu generieren.“ Der Austausch mit KMU-Vertretern quer durch Europa zeige, dass viele wertvolle Ideen vorhanden seien - gerade auch in Österreich. „Aufgabe von UEAPME ist es, diese Maßnahmen zu bündeln und die politischen Entscheidungsträger davon zu überzeugen. Und wir müssen den Gedanken ´Think small first´ durchgängig verankern“, unterstrich Rabmer-Koller.  

Mitterlehner: Europäische und nationale Maßnahmen sinnvoll ergänzen 

„Klein- und Mittelbetriebe bilden das Rückgrat der Wirtschaft – in Österreich wie in Europa“, sagte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vor den Vertretern des europäischen Mittelstands und des Handwerks: Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass diese Betriebe stabile Rahmenbedingungen vorfinden.“ Mitterlehner betonte die herausragende Rolle von Europas KMU während der letzten sieben Krisenjahre. „Jetzt gilt es eine kohärente Wachstumspolitik zu forcieren, die Strukturreformen und fiskalpolitische Verantwortlichkeiten in den Mittelpunkt rückt“, so der Vizekanzler. Dazu zähle eine umfassende Ausrichtung des wirtschaftlichen Umfelds auf Wachstum und Innovation, eine aktivere Arbeitsmarktpolitik für mehr Jobwachstum und eine noch stärkere Berücksichtigung der KMU auf europäischer Ebene. Europäische Maßnahmen und nationale Initiativen sollten sich sinnvoll ergänzen, wie die heimische Gründerlandstrategie, durch die Österreich zu einem Hotspot bei den Unternehmensneugründungen in Europa werden soll. „KMU sind Jobmotoren und Wachstums- und Innovationsbringer. Hier müssen wir ansetzen, hier gilt es ein starkes wirtschaftspolitische Interesse zu haben, effektive und erfolgreiche Maßnahmen zu setzen“, so Mitterlehner abschließend.  

Leitl: Duale Ausbildung - Qualifikation schafft Qualität  

WKÖ-Präsident Christoph Leitl hob insbesondere die Bedeutung der dualen Ausbildung im KMU Bereich hervor. Österreich sei hier Weltspitze, verfüge über eine der geringsten Quoten bei der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und zeige bei den internationalen Wettbewerben Euroskills und Wordskills, dass es zu den Besten zähle. „Qualifikation bringt Qualität.  Deshalb sind die KMU auch Innovationstreiber, denn sie arbeiten am Puls der Zeit“, so Leitl. Hürden seien nach wie vor im Bürokratiebereich und dem Zugang zu Finanzierungsinstrumenten zu sehen. Basel III und Basel IV würden KMU daran hindern, erfolgreich im Finanzierungsbereich zu partizipieren. „Es besteht Liquidität in Europa, die fließt aber nicht oder nur kaum zu den KMU. Hier gilt es sicherzustellen, dass KMU alle Möglichkeiten haben, damit Finanzierungsfragen keine Hindernisse für Unternehmenswachstum und Innovationen sind“, betonte der WKÖ-Präsident.

Als einen „vielversprechenden Investitionsimpuls auf EU-Ebene“ bewertete er den Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI). Jedoch bestehe im Hinblick auf dessen Nutzung in Österreich noch Potenzial für Verbesserungen. Auch im Hinblick auf den Ausbau von Garantien für KMU müsse man stärker tätig werden, denn den Zugang zu Finanzierungen ist die wichtige Grundlage, um am Europäischen Binnenmarkt wieder zu mehr Wachstum zu kommen.  

Konjunktur: Erste Anzeichen für Erholung 

Gemäß UEAPME KMU-Barometer gibt es erste zarte Signale, dass KMUs wieder positivere Erwartungen in ihrer wirtschaftlichen Zukunft sehen. Um diese Anzeichen der Erholung in ein nachhaltiges Wachstum umzuwandeln, sind in mehreren Bereichen optimierte Rahmenbedingungen nötig: Auch für UEAPME sind Bürokratieabbau und eine vereinfachte, für alle KMUs anwendbare Gesetzgebung auf EU-Ebene wie in den Mitgliedstaaten dringend erforderlich. Um Investitionen anzukurbeln, müssten sich KMU-Finanzierungsinstrumente zudem stärker auf die Förderung von Innovation und Investitionen konzentrieren. Die Finanzierungsinstrumente der Europäischen Investitionsbank und die Möglichkeiten des EFSI könnten hier noch verstärkt genutzt werden.  

KMUs sind mehr denn je auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen und die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein wirksames Instrument für den erfolgreichen Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt. Notwendig seien daher mehr betriebliche Ausbildung für junge Menschen mit geringen Qualifikationen und mehr Unterstützung für Unternehmen, die dies fördern, so der Tenor der KMU- und Handwerksvertreter in Wien. Last but not least biete der digitale Binnenmarkt viele neue Chancen auch für kleine und mittlere Unternehmen. „Hier wollen wir verstärkt beraten, informieren, Bewusstsein schaffen, damit Unternehmen das volle Potenzial von Digitalisierung ausschöpfen können“, so UEAPME-Präsidentin Rabmer-Koller abschließend. (PWK428/SR/US)

v.l.: WKÖ-Präsident Christoph Leitl, UEAPME-Generalsekretär Peter Faross, Ulrike Raber-Koller (UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin) Reinhold MITTERLEHNER (Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) /credit:photonews.
v.l.: WKÖ-Präsident Christoph Leitl, UEAPME-Generalsekretär Peter Faross, Ulrike Raber-Koller (UEAPME-Präsidentin und WKÖ-Vizepräsidentin) Reinhold Mitterlehner (Vizekanzler und BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) credit:photonews.at/Schneider

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