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Kreative und Kunden: Neue Wege mit Co-Creation, Open Innovation und Design Thinking

Kreativwirtschaftsgespräch thematisiert Kreative als Innovationsdienstleister und Innovationsinkubatoren - Förderrichtlinien für Kreative deutlich weiter fassen

„Kunden sehen Kreativunternehmen zunehmend als Innovationsdienstleister und wünschen sich von ihnen Begleitung bei der Umsetzung von Innovationen. Die Rahmenbedingungen geben aber nicht das Mögliche her, das sich die Kreativen im unternehmerischen Alltag wünschen, gerade was zuletzt die Umdeutung von branchenübergreifenden Geschäftsbeziehungen durch die Krankenkasse anlangte. Deshalb müssen wir noch intensiver die Frage stellen: Wie können wir optimale Prozesse gestalten und welche Methoden und Werkzeuge sind notwendig, um kreative Innovationen zu ermöglichen“, betonte gestern, Montag, Abend, der Vorsitzende der Kreativwirtschaft Austria (KAT), Gerin Trautenberger. Denn Kunden der Kreativen wollen natürlich ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihren Unternehmenserfolg steigern. Kreative arbeiten projektbezogen und mit deutlichen Anforderungsspitzen an Arbeitszeit und Mitarbeiter. 

In der Keynote von Katja Hutter, Professorin für Marketing und Innovation an der Universität Salzburg, wurde deutlich, dass das Schlagwort der Stunde „Get connected“ lautet: „Die Zukunft der Innovation ist vernetzt, und multidisziplinäre und kollaborative Zusammenarbeit ist in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken, auch nicht mehr für die österreichische Kreativwirtschaft. Co-Creation, Crowdsourcing, Open Innovation, Design Thinking, um nur einige Buzzwords zu nennen, sind Bestandteil einer Reihe von Methoden und Werkzeuge, die für Unternehmen eine neue Art des Innovierens schafft“, so die Innovationsexpertin. Wie man es richtig anstellt, wurde durch Success Stories quer durch alle Branchen untermauert, die einen Sukkus zeigten: Von der Ideengenerierung, der Phasen des Prototypings und der Markteinführung bis hin zum Marketing kann aus einer Vielzahl an Werkzeugen gewählt werden: Innovationskraft erschließt sich in der Kreativwirtschaft aus unterschiedlichen Herangehensweisen. 

Einen Umsetzungsprozess - quasi hautnah - zeigte im Rahmen der Veranstaltung Peter Webhofer, Geschäftsführer von blueLAB und Veranstalter des Design Thinking Summit’16. In „Collective Furniture“, der Zusammenarbeit von breadedEscalope Design Studio und der  Neuen Wiener Werkstätte, wurde von beiden Unternehmen zu einer gemeinsamen Produktentwicklung ein Open Innovation Verfahren angewendet - ein Best Practice für viele Kreative.

Wirtschaftsstandort Österreich lebt von Innovationen

„Aus den Ergebnissen des Sechsten Österreichischen Kreativwirtschaftsberichts wissen wir, dass Kreative sich durch die immer schneller wandelnden Rahmenbedingungen, die hohen Anforderungen der Kunden und die dadurch entstehenden Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit ihren Kunden stellen müssen“, unterstrich Trautenberger. 

Dies sei auch insofern bedeutsam, als viele dieser neuen Ideen, Methoden und Ansätze in der Kreativwirtschaft entwickelt und auf Herz und Nieren geprüft werden und dann oftmals durch Kunden- und Kommunikationsprozesse an andere Unternehmen gelangen und dort übernommen werden. Kreative sind also mit ihrer Arbeit Inkubatoren von neuen Ideen und für große Unternehmen, betonte der KAT-Vorsitzende. 

„Unser Wirtschaftsstandort wird in den kommenden Jahrzehnten von den Innovationen der Menschen, der Unternehmen hier leben. Und vernetztes Arbeiten ist die Grundlage hierfür“, so Christoph Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der WKÖ in seinem Resümee. Zielführend wäre es daher, wenn der Begriff Innovation entsprechend dem OECD Oslo Manual weiter gefasst werde und es damit zu einer verbesserten Stellung von Kreativen in den Förderrichtlinien komme. „Innovationen gehen weit über reine technologische Entwicklungen, also kurzfristig messbarem Output hinaus. Diesem Fakt sollte daher auch in der Unternehmensförderung Rechnung getragen werden“, so Schneider abschließend. (PWK413/us)

 

Das Kreativwirtschaftsgespräch, wird von der Kreativwirtschaft Austria im Rahmen von evolve, der Strategie des BMWFW zur Förderung von kreativwirtschaftsbasierter Innovationen in der Kreativwirtschaft, in Kooperation mit der Erste Bank durchgeführt.

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