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WKÖ-Hotellerie und HOTREC warnen vor EU-Scheinlösungen bei Airbnb & Co.

Hotellerie fordert faire Wettbewerbsbedingungen mit gleichen Spielregeln

Die Europäische Kommission veröffentlichte heute im Rahmen einer Empfehlung die Agenda für relevante Regeln für den Umgang mit Unternehmen wie Airbnb und Uber. „Die EU-Kommission erkennt in ihrer aktuellen Empfehlung zwar den dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Sharing Economy, uns fehlt allerdings noch eine klare Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Vermietern und die damit verbundene Fairness bei Auflagen und Bürokratie“, warnen Susanne Kraus-Winkler, HOTREC-Präsidentin, und Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), vor Scheinlösungen bei Airbnb & Co.

In der langerwarteten Stellungnahme zum Thema 'sharing economy' kommt klar zum Ausdruck, dass alle Beteiligten und Marktteilnehmer sich den nationalen Regeln von Steuer- bis zu Arbeitnehmer- und Konsumentenschutz unterwerfen müssen. Kritisch sehen die heimischen Branchenvertreter noch die Einbindung in sämtliche Genehmigungs- und Registrierungsverfahren. Die Kommission regt nämlich an, dass hier nur Minimumbestimmungen zu verfolgen sein sollten. "Wir fordern, dass hier gleiches Recht für alle gelten muss und daher auch die traditionellen gewerblichen Anbieter im Tourismus entsprechend entlastet werden", fordern Kraus-Winkler und Egger.

Vorgehensweisen der Mitgliedsstaaten sollen vereinheitlicht werden

Die laut Kommission bisher auseinanderdriftenden Vorgehensweisen der Mitgliedsstaaten gegenüber den Vermittlungsdiensten der sogenannten ‚Sharing Economy‘ sollen, so die Empfehlung, nun vereinheitlicht werden, um Europa als Standort für Innovation und Investitionen attraktiv zu halten. So müssten sich zukünftig die Anbieter nicht mehr mit bis zu 28 unterschiedlichen Regelungen auseinandersetzen. Ein Verbot der Dienste solle als letztes einzusetzendes Mittel die Ausnahme sein. Erst Ende Mai gab es Kritik seitens der EU-Kommission zum dominierenden und unfairen Marktverhalten der Online-Plattformen und es wurden Schlüsselprinzipien für Vergleichsportale präsentiert, die sowohl den Verbraucher als auch Hotelier unterstützen und vor Schaden bewahren sollen. Der Fachverband Hotellerie vermisst hier ein konsistentes Vorgehen.

WKÖ-Hotellerie-Obmann Egger betont: „Der Fachverband Hotellerie wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass auf europäischer Ebene ein Rechtsrahmen ermöglicht wird, der einem verlässlichen Vollzug auf nationaler und regionaler Ebene nicht entgegensteht.“ Ausschlaggebend für Konsumenten und Gast, so Egger, sei ein funktionierender Wettbewerb, der sowohl bei der Preis- als auch der Produktwahl eine größtmögliche Wahlfreiheit gewährt. Denn Wettbewerbsbedingungen sind erst dann fair, wenn für vergleichbare Angebote dieselben Spielregeln gelten.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.

HOTREC

HOTREC repräsentiert Hotels, Restaurants und Cafés in Europa. Die Branche steht für 1,8 Mio. Betriebe, von denen rund 99% Kleinunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sind. Das Gastgewerbe bietet allein in der Europäischen Union 10,2 Mio. Arbeitsplätze. Zusammen mit anderen touristischen Dienstleistern ist der Tourismus damit in Europa einer der größten Wirtschaftszweige überhaupt. HOTREC vereint 43 nationale Hotel- und Gaststättenverbände aus 30 Ländern. (PWK402/ES)

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