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HOTREC und WKÖ begrüßen Stellungnahme der EU-Kommission zu Online-Portalen

Hotellerie erwartet von Online-Portalen die Einhaltung der Schlüsselprinzipien und weitere Maßnahmen der EU-Institutionen.

Die Europäische Kommission hat eine Reihe wichtiger Dokumente zu Online-Portalen veröffentlicht. Susanne Kraus-Winkler, Präsidentin des europäischen Dachverbandes für Hotels, Restaurants und Cafés HOTREC, und Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), begrüßen die kritischen Stimmen der EU-Kommission zum Marktverhalten der Online-Plattformen und sind zuversichtlich, dass die Europäischen Institutionen nach den angekündigten weiteren Untersuchungen der Geschäftspraktiken der Portale die richtigen Rückschlüsse ziehen werden. „Wir unterstützen ausdrücklich die von der EU-Kommission in Aussicht gestellten ‚Schlüsselprinzipien für Vergleichsinstrumente‘, die sowohl den Verbraucher unterstützen, Buchungsentscheidungen gut informiert zu treffen, als auch Hotels vor Schaden bewahren - etwa durch nicht als Werbung zu erkennende Zahlungen für bessere Ranking-Platzierungen auf solchen Portalen“, so Kraus-Winkler.

Bedeutung der Online-Buchungsportale steigt

Die nun vorliegende Kommunikation zu Online-Portalen greife eine Reihe von Bedenken im Betrieb dieser Plattformen auf, die oftmals nachteilig für Verbraucher und Betriebe in Europa sind. Egger: „Die EU-Kommission erkennt zutreffend die Bedeutung der Online-Portale als Marktzugangsbarriere insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen und deren geringes Gegengewicht zu den dominanten Marktpositionen der Plattformen.“ Im Bereich der Hotelbuchungen dominieren derzeit drei Anbieter den gesamten Markt der Online-Buchungsportale, von denen der europäische Marktführer allein 60 Prozent Marktanteil auf sich vereint.

HOTREC-Präsidentin Kraus-Winkler ist davon überzeugt, dass „die marktbeherrschende Position der Plattformen und der damit verbundene potenzielle Missbrauch eine der Prioritäten für die europäischen Wettbewerbshüter sein muss, um faire Online-Marktbedingungen in Europa sicher zu stellen. Ich begrüße in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Benennung der unfairen Paritätsklauseln mit schädlichen Auswirkungen für die Verbraucher, die einen Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Betriebe darstellen, Preise und Konditionen zu bestimmen.“ 

Gegen unfaire Praktiken auf Online-Märkten 

„Die jetzt veröffentlichten Schlüsselprinzipien für Vergleichsinstrumente sind ein bedeutender Schritt vorwärts, um unfaire Praktiken auf Online-Märkten zu unterbinden. Neben anderen Maßnahmen sollen versteckte Praktiken in Form bezahlter Rankings abgeschafft werden, weil Studien die Vorliebe der Konsumenten belegen, auf vermeintliche ‚natürliche‘ Listungsergebnisse zu klicken“, ergänzt Fachverbandsobmann Egger. Auch detaillierte Verfügbarkeitsinformation (etwa ob ein Zimmer nur auf diesem Portal oder auch noch anderswo gefunden werden kann) und klare Erläuterungen der Ranking-Kriterien sind Maßnahmen, die im Sinne fairer Marktbedingungen umgehend implementiert werden sollten. 

„Die von der EU-Kommission angekündigten Schritte sind ein erster wichtiger Schritt, entsprechende Maßnahmen müssen jetzt folgen, um faire Online-Märkte in Europa zu ermöglichen“, so Kraus-Winkler und Egger abschließend.

 

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP. 

HOTREC

HOTREC repräsentiert Hotels, Restaurants und Cafés in Europa. Die Branche steht für 1,8 Mio. Betriebe, von denen rund 99% Kleinunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sind. Das Gastgewerbe bietet allein in der Europäischen Union 10,2 Mio. Arbeitsplätze. Zusammen mit anderen touristischen Dienstleistern ist der Tourismus damit in Europa einer der größten Wirtschaftszweige überhaupt. HOTREC vereint 43 nationale Hotel- und Gaststättenverbände aus 30 Ländern. (PWK386/BS)

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