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WKÖ/ÖIF/AMS: Mentoring für MigrantInnen als sinnvolles Instrument für jobsuchende Migranten, wirtschaftlichen Erfolg und erfolgreiche Integration

Projekt von Wirtschaftskammern, Integrationsfonds und AMS bietet Personen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe bei Einstieg in Arbeitsmarkt

Das Programm „Mentoring für MigrantInnen“, das die Wirtschaftskammern Österreichs (WKO), der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und das Arbeitsmarktservice (AMS) im Jahr 2008 gestartet und seither jährlich durchgeführt haben, ist zu einem echten Erfolg geworden. Diese positive Bilanz zogen WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser, AMS-Vorstand Johannes Kopf und ÖIF-Generalsekretär Franz Wolf heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien, bei der die Ergebnisse der jüngsten Programmdurchgänge in Wien und Niederösterreich präsentiert wurden. Wegen der steigenden Zahl an Flüchtlingen, deren Asylverfahren inzwischen positiv abgeschlossen ist, wurde der Schwerpunkt diesmal auf Asylberechtigte gelegt.

 

WKÖ-Hochhauser: Mentees als Brückenbauer für die heimischen Betriebe

 

„Bei ‚Mentoring für MigrantInnen‘ geht es um Hilfe zur Selbsthilfe beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Mehr als 1500  Mentoring-Paare in insgesamt 45 Durchgängen seit dem Programmstart 2008, 9 von 10 MentorInnen und Mentees, die das Programm für wichtig und sinnvoll halten, und der Umstand, dass 8 von 10 MentorInnen darin einen Vorteil für ihre Auslandsaktivitäten sehen, zeugen ganz klar vom Erfolg dieses Programms, das allen Seiten nützt. Qualifizierte MigrantInnen sind ein wichtiges Arbeitskräftepotenzial für die heimische Wirtschaft – das umso mehr, als es in Österreich trotz hoher Arbeitslosigkeit in etlichen Branchen und Regionen einen Fachkräftemangel gibt und auch viele Lehrstellen nicht besetzt werden können. Gleichzeitig soll durch die Erschließung des wichtigen Arbeitskräftepotenzials von Menschen mit Migrationshintergrund die Internationalisierung der Wirtschaft gefördert werden: Mentees fungieren somit auch als eine Art Brückenbauer für die heimische Exportwirtschaft“, betonte Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. „Und nicht zuletzt ist es ein wesentlicher Faktor für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land, wenn Menschen mit Migrationshintergrund und gerade auch anerkannte Flüchtlinge auf dem heimischen Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Denn Arbeit muss ganz klar Vorrang vor Transferleistungen haben. Das liegt im Interesse aller Beteiligten.“

 

AMS-Vorstand Kopf: MentorInnen helfen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt

 

AMS-Vorstand Johannes Kopf stellte fest: „Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sind deutlich öfter arbeitslos als ÖsterreicherInnen. War die Arbeitslosenquote von ÖsterreicherInnen zuletzt bei 8,3 %, so lag sie bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft mit 13,9 % deutlich höher. Die Gründe dafür sind vielfältig: neben mangelhaften Sprachkenntnissen sind das etwa die lückenhafte Anerkennung von Qualifikationen sowie das Fehlen persönlicher Netzwerke und informeller Kenntnisse über den Arbeitsmarkt. ‚Mentoring für MigrantInnen‘ setzt genau am richtigen Punkt an: Durch die Hilfe von engagierten MentorInnen gelingt es oftmals, MigrantInnen die Tür zu einem Vorstellungsgespräch zu öffnen und damit die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“ Angesichts der steigenden Zahl an Asylberechtigten gewinne das Programm zusätzlich an Bedeutung: „Ein großes Problem der nun zu uns geflohenen Menschen ist das völlige Fehlen von persönlichen Netzwerken in Österreich. Unsere MentorInnen springen hier mit Branchenkenntnissen und großem Engagement ein. Darüber hinaus haben wir heuer von der Regierung zusätzliche Fördermittel von rund 70 Mio. Euro für Integration  bekommen. Neben Deutschkursen, Kompetenzchecks, Eingliederungsbeihilfen und Höherqualifizierung bietet das AMS – beispielsweise in Wien und Oberösterreich - spezielle Beratungseinrichtungen, die bei der Anerkennung von Qualifikationen unterstützen.“

 

ÖIF-Geschäftsführer Wolf: Eintritt in Arbeitsmarkt entscheidend für Integration

 

ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf hielt fest: „Deutschkenntnisse und Beschäftigung zählen zu den wichtigsten Integrationsfaktoren. Gerade die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt stellt uns dabei in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Der Eintritt in den Arbeitsmarkt markiert gleichzeitig den entscheidenden Schritt im Integrationsprozess, da er die Selbsterhaltung ermöglicht. Unser gemeinsames Ziel ist, dass Flüchtlinge in Österreich möglichst rasch den Einstieg in den Arbeitsmarkt schaffen. Dazu bedarf es Deutschkenntnisse, notwendige Qualifikationen, den Willen sich zu engagieren und Arbeitsdisziplin, aber auch unbürokratischere Verfahren zur Anerkennung von bereits mitgebrachten Qualifikationen. Auch mit dem neuen Anerkennungs- und Bewertungsgesetz wurden hier Weichen für kürzere Verfahren gestellt. ‚Mentoring für MigrantInnen‘ leistet gemeinsam mit der WKÖ und dem AMS einen Beitrag, um mitgebrachte Qualifikationen und Fähigkeiten für den österreichischen Arbeitsmarkt nutzbar zu machen. Engagierte MentorInnen unterstützen ZuwanderInnen und Flüchtlinge beim besseren Einstieg in den Arbeitsmarkt, in dem sie z.B. praktische Tipps im Bewerbungsprozess geben und ihre Kontakte zur Verfügung stellen. Auch die MentorInnen profitieren meist vom Austausch mit ihren Mentees und deren Perspektiven.“

 

Im Jahr 2015/2016 nahmen aus dem Raum Wien/Niederösterreich 122 Mentoring-Paare aus 39 Nationen an dem Projekt teil. Bereits während der sechsmonatigen Mentoring-Partnerschaft haben 43 Prozent der Mentees den Einstieg in den Arbeitsmarkt geschafft.

Österreichweit nahmen 2015/2016 insgesamt 229 Paare am Programm teil, davon ein Fünftel Asylberechtigte.

 

Der nächste Durchgang von Mentoring für MigrantInnen, das auch im Rahmen der gemeinsamen Internationalisierungsoffensive von Wirtschaftsministerium und WKÖ gefördert wird, startet im Herbst 2016. Nähere Infos unter wko.at/mentoring. (PWK356/SR)

Mentoring füt Migranten
Das Projekt "Mentoring für MigrantInnen" bietet Personen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe bei Einstieg in den Arbeitsmarkt

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