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Pensionswelle der Babyboomer und Gesundheitsausgaben drücken auf das US-Budget

Wirtschaftspolitische Gespräche mit Berkley-Professor Alan Auerbach „The Future of US Fiscal Policy“

„Auch wenn die Wachstumszahlen der US-Wirtschaft gegenüber Europa und Österreich mit 2,4 Prozent deutlich höher sind, hat die künftige US-Regierung eine Reihe von Hausaufgaben im Ausgabenbereich zu erledigen. Hinzu kommt, dass zu den Strukturthemen, in denen Reformen nötig sind, derzeit keine Diskussionen stattfinden. Dies betrifft insbesondere den Steuer-Bereich und Themen wie eine Reduktion der Körperschaftsteuer, betonte heute, Alan Auerbach, Professor an der renommierten Berkley Universität und auf Einladung der WKÖ im Rahmen des Wirtschaftspolitischen Gespräche in Wien. Die nahende Pensionswelle der sogenannten Baby-Boomer sowie wachsende Gesundheitsausgaben werden zudem in den Folgejahren auf das US-Budget und zu einem Anwachsen des Budgetdefizits führen. Der US-Professor führt dazu laufend Analysen zu den Auswirkungen der heutigen Fiskalpolitik auf die zukünftigen Generationen durch.   

Leitl: Österreich muss von den Besten lernen

WKÖ-Präsident Christoph Leitl unterstrich in seiner Eröffnung, dass Europa und insbesondere Österreich der weltweiten Entwicklung nachhinken und gerade Österreich, das bis 2011 zu den Besten in Europa gezählt hat, nun abgeschlagen sei. Es gelte von den Besten zu lernen und gleichzeitig Fehler zu vermeiden, die andere Länder machen.

Christian Keuschnigg, Leiter des Economic Policy Center WPZ, betonte, dass es kein einheitliches Rezept für Aufschwung gebe. Der von Auerbach angesprochene „Hangover“ Amerikas nach der Finanzkrise 2008/09 sei in Europa tiefer und weitreichender ausgeprägt. Aufgrund der stark steigenden öffentlichen Defizite der Regierungen, sei in den EU-Mitgliedsländern weniger Potential für öffentliche Investitionen vorhanden. Dies hänge auch mit den Budgetvorgaben der Währungsunion zusammen. „Es wird Zeit brauchen und braucht einen Strukturwandel in der Wirtschaft bis Europa wieder zu Wachstumsraten über zwei Prozent kommen wird. Realistisch sind Wachstumsraten von rund 1,5 Prozent in der nächsten Dekade“, so Keuschnigg.  

Zu den Charakteristiken der US-Wirtschaftspolitik der letzten Jahre zählen ein langsames aber stetiges  BIP-Wachstum und eine sich halbierende Arbeitslosenquote von 10 auf 5 Prozent 2016. Trotzdem bewege sich der Aufschwung nach der Rezession bedingt durch die Finanzkrise nicht im Bereich der Prognosen, sondern was BIP und Beschäftigung betrifft, darunter und wesentlich unter der Dynamik früherer Erholungsphasen.  

In Hinblick auf die nahenden US-Präsidentschaftswahlen konstatierte der Berkley-Professor einen Stillstand bis zum Wahltermin im November. Die vorliegenden Programme der Steuerpolitiken der Kandidaten seien in weiten Bereichen als unrealistisch zu werten. Dabei gelte es, insbesondere die Körperschaftsteuer zu senken. Für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Fiskalpolitik gelte es auch das Pensionssystem zu reformieren sowie notwendige Zukunftsinvestitionen zu tätigen“, so Auerbach abschließend. (PWK351/us)

Schneider Leitl Auerbach Keuschnigg
v.l.n.r: Christoph Schneider, Christoph Leitl, Alan Auerbach, Christian Keuschnigg

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