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Schere zwischen Fachkräftemangel und hoher Arbeitslosigkeit geht weiter auf

Gleitsmann: Entlastung der Wirtschaft und praxistaugliche Bildungsangebote müssen Priorität haben

Die Arbeitsmarktlage zeigt mit einer leicht sinkenden Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung (-0,1 %-Punkte) zwar sehr schwache, aber doch erfreuliche Anzeichen. Dennoch gibt es noch lange keine Entwarnung am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer steigt im Vorjahresvergleich weiter (Nettoveränderung +4.822) und beträgt mittlerweile 424.607. Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ: „Die Arbeitsmarktlage ist weiterhin alarmierend. Österreich verzeichnet im EU-Vergleich laut Daten von Ende März den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit mit plus 0,2 Prozentpunkten und ist damit zum Schlusslicht geworden. Einzig und allein der steigenden Beschäftigung – plus 52.000 Personen - ist es zu verdanken, dass die nationale Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr leicht sinkt. Jetzt braucht es daher dringend die richtigen Maßnahmen, damit wir eine Konjunkturbelebung auch auf dem Arbeitsmarkt spüren. Und das kann nur gelingen, wenn die Entlastung der Betriebe und Investitionsanreize Priorität Nummer 1 haben.“ 

Positive Entwicklung bei Personen 50+ 

Nach wie vor erfreulich entwickelt sich die Arbeitsmarktlage der Älteren. Das beachtliche Plus im Anstieg der Beschäftigung geht einzig und allein auf die Altersgruppe 50 plus zurück. Ende April waren im Vorjahresvergleich 55.000 zusätzliche Personen im Alter über 50 beschäftigt. „Der zahlenmäßige Anstieg der arbeitslosen Personen 50+ (+4.309) spiegelt die demografische Entwicklung wider, immer mehr Personen wachsen in die Altersgruppe 50+ hinein. Aussagekräftig ist einzig und allein die Arbeitslosenquote, die das Verhältnis der Beschäftigten zu den Arbeitslosen darstellt, hier fällt die positive Entwicklung bei den Älteren auf“, erläutert Gleitsmann. Die Arbeitslosenquote sinkt in der Altersgruppe 50+ überdurchschnittlich (minus 0,2 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich). Gleitsmann: „Das zeigt, dass die Betriebe ihre Verantwortung gegenüber Älteren sehr ernst nehmen. Es zeigt außerdem, dass die Ausweitung der Eingliederungsbeihilfe für Personen 50+ der richtige Schritt war. Seit Jahresbeginn haben bereits 45.826 arbeitslose Personen 50+ einen Job gefunden.“   

Fachkräftemangel mit betrieblicher Weiterbildung bekämpfen 

Trotz der hohen Zahl an arbeitslosen Personen gibt es viele Betriebe, die unter Fachkräftemangel leiden. „Der Fachkräftemangel darf jetzt nicht zur Wachstumsbremse werden. Die Zahl der offenen Stellen ist österreichweit Ende April um 42,1 % gestiegen, besonders stark in Oberösterreich (+72%) und in der Steiermark (+60%). Wenn es nicht gelingt, diese offenen Stellen zu besetzen, verlieren unsere Betriebe wichtige Aufträge,“ betont der WKÖ-Experte. Damit der Abgleich zwischen Arbeit Suchenden und offenen Stellen besser gelingt, brauche es praxistaugliche Bildungszugänge: „Statt der trockenen Theoriekurse braucht es mehr geförderte Weiterbildungen, die direkt in den Betrieben ansetzen. Nur so ist sichergestellt, dass die Ausbildung die notwendige Portion Praxis enthält und am Bedarf der Unternehmen ansetzt.“ (PWK331/PM)

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