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Sozialpartner: Herausforderungen der Flüchtlingssituation zum Wohle aller nutzen

Präsidenten der AG- und AN-Vertretungen übergeben gemeinsame Vorschläge für einen „Masterplan“ an Bundesregierung

Die aktuelle Flüchtlingssituation stellt Österreich und ganz Europa vor neue Herausforderungen. Diese können aber zum sozialen und wirtschaftlichen Nutzen unserer Gesellschaft bewältigt werden. Für eine rasche und nachhaltig erfolgreiche Integration braucht es einen Masterplan. Das betonen die Präsidenten der Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnen-Vertretungen Erich Foglar (ÖGB), Georg Kapsch (IV), Rudolf Kaske (AK), Christoph Leitl (WKÖ) und Hermann Schultes (LKÖ) in einem gemeinsamen Papier, das sie heute, Dienstag, an die Bundesregierung übergeben haben. 

Zu folgenden Punkten haben Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung, Landwirtschaftskammer, Gewerkschaftsbund und Wirtschaftskammer gemeinsame Vorschläge zur verbesserten Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen erarbeitet: 

Verteilung auf Bundesländer entsprechend der Quote und Arbeitsmarktchancen:

Nach erfolgter polizeilicher Registrierung sollten für AsylwerberInnen mit einer hohen Anerkennungswahrscheinlichkeit eine erste Sprachstands- und Qualifikationserhebung durchgeführt werden. Darauf aufbauend, sollen von einer Task Force ein Integrationsplan und die Zuteilung auf die Bundesländer entsprechend der Quote und Arbeitsmarktchancen erfolgen. 

Rasche Asylverfahren:

Besonders wichtig für die Situationsbewältigung ist auch eine Beschleunigung der Asylverfahren, sodass diese innerhalb einer sechsmonatigen Verfahrensfrist abgeschlossen werden. Dazu bedarf es der Standardisierung der Abwicklungsprozesse und des Festsetzens von verbindlichen Prozess-, Zeit- und Qualitätszielen für die einzelnen Verfahrensschritte. In einem beschleunigten Asylverfahren ist zu klären, ob Asyl gewährt oder zum regulären Asylverfahren zugewiesen wird. Die dafür notwendigen Ressourcen sind zur Verfügung zu stellen. 

Bildungszugang für Kinder und Jugendliche:

Das Schulsystem soll geöffnet und bestehende Barrieren insbesondere für AsylwerberInnen nach der Schulpflicht abgebaut werden: Jedenfalls sollte nach dem Pflichtschulalter der Pflichtschulabschluss nachgeholt werden können und der Zugang zu weiterführenden Schulen ermöglicht werden. 

Arbeitsmarktzugang für AsylwerberInnen insbesondere Jugendliche prüfen:

Ziel ist, aus jugendlichen Flüchtlingen Fachkräfte von morgen zu machen. Daher sollte jugendlichen AsylwerberInnen mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit der Zugang zu Lehrstellen in allen Berufen ermöglicht werden. Darüber hinaus sollen für erwachsene AsylwerberInnen die Vorschläge des Sozialpartnergipfels von Bad Ischl 2011 (Arbeitsmarktzugang nach sechs Monaten ab Antragstellung nach Arbeitsmarktprüfung/Ersatzkraftstellung) möglichst rasch umgesetzt werden. 

Lehrlinge:

Auch für AsylwerberInnen sollen aufgrund unterschiedlicher Berufskulturen, Sprache etc kurze, angemessene Kennenlernphasen im Betrieb möglich sein. Sinnvoll und notwendig ist in vielen Fällen eine Begleitung der Lehrlinge. Dazu soll auch das Lehrlingscoaching - wie auch bereits in Pilotprojekten zur überregionalen und regionalen Lehrstellenvermittlung angewandt - eine wichtige Schnittstellen- und Betreuungsfunktion vor Ort einnehmen. Die Betreuungssysteme der Länder sollten sich eng mit dem Lehrlingscoaching abstimmen.

Aufeinander abgestimmtes Angebot an Deutschkursen:

Die Sozialpartner schlagen vor, dass während der gesamten Dauer des Asylverfahrens ausreichend und professionell durchgeführte Deutschkurse flächendeckend angeboten werden. Diese Deutschkurse sollen auf dem erhobenen Sprachstand aufbauen.  

Integration in den Gemeinden:

Gemeinden sollen stärker durch Experten-Know-How und Austausch von Best Practice-Beispielen bei der Integration von Flüchtlingen (Schulen, Kindergärten, Vereine, interkulturelle Kompetenzen etc.) unterstützt werden.

 

„Letztendlich soll die  Fluchtzuwanderung sozial und wirtschaftlich angemessen begleitet werden, sodass  für Zuwanderer UND  für Österreich ein gesamtwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen entsteht; dazu gehört in erster Linie eine rasche und nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft“, halten die Interessensvertretungen unisono fest. (PWK307/PM)

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