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Leitl/Matznetter/Krenn: Anhaltender Investitionsschwäche muss dringend gegengesteuert werden

Investitionsvolumen liegt nach wie vor unter Vorkrisenniveau – WKÖ legt Regierung Aktionsplan mit gezielten Investitionsanreizen vor

Aufgrund der alarmierenden Investitionsschwäche in Österreich appelliert das Präsidium der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) auch im Namen der darin vertretenen Fraktionen Wirtschaftsbund, Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband (SWV) und Freiheitliche Wirtschaft/RfW an die Bundesregierung, dringend gezielte Schritte zu einer Verbesserung des Investitionsklimas zu setzen und damit einen Beitrag zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung zu leisten. 

„Die österreichische Wirtschaft befindet sich in einer extrem Besorgnis erregenden Lage. Seit 2010 ist die Nettoinvestitionsquote in Prozent des BIP von 10 Prozent auf 5 Prozent gesunken. Die Bruttoanlageinvestitionen liegen immer noch um 1,9 % unter dem Vorkrisenniveau von 2008. Und auch das Investitionsvolumen soll bestenfalls 2016 wieder das Niveau von 2008 erreichen. Anders gesagt: Bei den Investitionen müssen wir von acht verlorenen Jahren sprechen“, konstatieren Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl sowie die Vizepräsidenten Christoph Matznetter (SWV) und Matthias Krenn (Freiheitliche Wirtschaft/RfW) in einer gemeinsamen Stellungnahme. 

Investitionsschwäche wird zur Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit

Die anhaltende Investitionsschwäche in Österreich stelle zudem auch nach Ansicht vieler Experten eine zunehmende Bedrohung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft dar. „Wir sind drauf und dran, noch tiefer in die Investitionskrise hineinzuschlittern“, so die drei WK-Präsidenten unisono. Ein weiteres Zuwarten wäre angesichts der seit Jahren stagnierenden Konjunktur und nach wie vor steigenden Arbeitslosigkeit fatal – dies umso mehr, als Österreichs Investitionsquote entgegen dem Trend in der EU und in Deutschland nach wie vor rückläufig ist.

Neben der in Aussicht gestellten Ausweitung des Handwerkerbonus, die von der WKÖ ausdrücklich begrüßt wird, fordert das WKÖ-Präsidium die Regierung auf, rasch folgende Investitionsanreize auf den Weg zu bringen:

  1. Einführung einer vorzeitigen Abschreibung für Abnutzung: Für neue, abnutzbare, körperliche Anlagegüter soll im ersten Jahr eine vorzeitige Abschreibung von 50 Prozent genutzt werden können. Das wäre ein rasch wirksamer Investitionsanreiz für Unternehmen, der obendrein einfach administrierbar ist.

  2. Einführung eines Beteiligungsfreibetrages für private Investoren in Höhe von 100.000 Euro, wobei innerhalb von fünf Jahren jährlich je 20.000 Euro steuerlich absetzbar sein sollen. Damit könnte die Eigenkapitalausstattung von KMU verbessert werden und ein wichtiger Beitrag zur Stärkung alternativer Finanzierungsformen geleistet werden.

  3. 3. Die Finanzierungsinstrumente der Europäischen Investitionsbank (EIB) und insbesondere die zusätzlichen Möglichkeiten durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sollen stärker genutzt werden, insbesondere für Sanierungsvorhaben.

„Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen, die allesamt budgetär machbar sind, kann ein wichtiger Beitrag zur Überwindung der Investitionsschwäche geleistet werden. Rasches Handeln ist notwendig, damit den acht verlorenen Jahren bei den Investitionen nicht weitere folgen“, so Leitl, Matznetter und Krenn abschließend. (PWK291/SR)

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