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Fokus auf Energieeinsparungen anstatt populistischer Forderungen

Roth/Fachverband Energiehandel: „Ja zur Klimavereinbarung von Paris, aber nein zu kurzsichtigem Forderungskatalog“

Der Fachverband des Energiehandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) spricht sich klar gegen den Forderungskatalog, der jüngst unter dem Schlagwort „ökologische Steuerreform“ präsentiert wurde, aus. Initiativen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes sind zwar auf jeden Fall zu begrüßen, Maßnahmen, die einzelne Energieträger verteufeln, ohne die Energieeffizienz im Auge zu behalten, sind aber sinnlos. „Punktuelle Forderungen und zielloses drauflos Bestrafen, wie im Papier gefordert, gehen kilometerweit an sinnvollen Maßnahmen vorbei“, so Jürgen Roth, Obmann des Fachverbandes des Energiehandels.

Energieträger nicht aus dem Zusammenhang reißen

„Es ist naiv, ein Verbot der Ölheizung zu propagieren und dabei den Gesamtzusammenhang zu ignorieren“, hält Roth fest. „Die Unterzeichner verkennen die Lage, wenn sie der Meinung sind, es reiche, einzelne Energieträger herauszupicken und zu verteufeln.“ Denn ohne fossile Brennstoffe ist der österreichischen Energiebedarf nicht zu decken. Auch Biomasse ist kein Allheilmittel. Weder für die Umwelt, wenn man sich den CO2-Abdruck von aus Kanada oder Sibirien importierten Pellets ansieht, die mangels nutzbarer Rohstoffe nach Österreich gefrachtet werden müssen, noch für die verarbeitende Wirtschaft, die diesen wertvollen Rohstoff für die Verarbeitung braucht. Jetzt schon müssen bis zu 50% aller Pellets importiert werden. Für die Papierindustrie und die Holzwerkstoffindustrie würden sich massive Kostenbelastungen am Standort Österreich ergeben. Außerdem können alternative Energieträger weitere Nachteile bringen, etwa einen weit erhöhten Feinstaub- und NOx-Ausstoß.

Absage an populistische, wirtschaftsfeindliche Forderungen

Die populistische Forderung, CO2 mit 100 Euro je Tonne zu belasten, ist wirtschaftsfeindlich und trifft auch alle, die sich bereits um CO2-Reduktion bemühen und viel darin investieren oder investiert haben. „Eine zusätzliche Belastung für Unternehmen, die für Österreichs Wirtschaft essenziell sind, als ökologische Steuerreform zu verkaufen, ist äußerst kühn“, stellt Roth fest. Die Mineralölwirtschaft bringt über die Mineralölsteuer (MöSt) 4,3 Milliarden Euro ins Budget ein. Über eine Zweckwidmung könnte man mit diesem Geld Anreize für ressourcenschonenden Umgang, optimierten Energieeinsatz und eine Verbesserung der Infrastruktur schaffen. Österreichs Wirtschaft leistet traditionell einen großen ökologischen und nachhaltigkeitsorientierten Beitrag. Die vor uns stehenden CO2-Ziele müssen im weltweiten Gleichklang erfolgen, überschießende und vorauseilende Aktivitäten Österreichs schädigen unseren Wirtschaftsstandort dauerhaft. (PWK281/JR)

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