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Menz: Energieszenario für 2030/2050 ohne wirtschaftliche Überlegungen denkunmöglich

Zukunft der heimischen Volkswirtschaft von kluger Weiterentwicklung des Energiesystems abhängig – fossile und nachwachsende Rohstoffe in Gleichklang bringen

In Hinblick auf das zuletzt vom Umweltbundesamt präsentierte Energieszenario von IG Windkraft, dem Biomasseverband und save energy Austria, das äußerst ungewöhnliche Vorschläge zum Ersatz von fossilen durch erneuerbare Energieträger enthält, betont der Obmann der Bundessparte Industrie in der WKÖ, Sigi Menz: „Wenn die Autoren in der Projektbeschreibung festhalten, dass bei ihren Berechnungen ´wirtschaftliche Überlegungen nicht zum Tragen kommen´, fehlt diesem Szenario die tatsächliche Grundlage. Dabei wäre gerade in der jetzigen Phase der europäischen und österreichischen Klima- und Energiepolitik jeder fachliche und konstruktive Beitrag wertvoll, der sozioökonomische Zusammenhänge bei der Weiterentwicklung des Energiesystems adäquat berücksichtigt“. 

Zwar sei die Fachmeinung, ab 2020 den Verkauf von Benzin- und Dieselautos zu verbieten, sicher ein bedeutsamer „eyecatcher“ gewesen, um die Studie prominent in die Medien zu bringen. Dass aber alle energierelevanten Sektoren mit ähnlich unreflektierten Maßnahmen bedacht werden, sei beunruhigend. Denn Österreich sei nach wie vor Wirtschafts-Standort, „die Unternehmen sind jene, die für Wachstum und Wohlstand verantwortlich sind und damit maßgeblich jene produzierenden und exportierenden Betriebe der Industrie“, unterstreicht Menz.

Industrie verfügt über enorme Expertise

Im Bereich Stand der Technik und Industrieemissionen verfügt die Industrie über enorme Expertise in den Unternehmen und Verbänden. „Wenn man dieses Fachwissen und realistische Zukunftseinschätzungen nicht hören will, dann bedauern wir das zutiefst. Uns kommt da zunehmend ein fachlicher Gesprächspartner abhanden“, so der Industrie-Obmann. In Hinblick auf die Festlegung von Klima-, CO2- oder Schadstoffreduktionszielen, sei mit Nachdruck festzuhalten, dass jede Umsetzung Betriebe und damit den Standort treffe. Menz: „Man vereinbart eine Zahl. Wer aber setzt die Maßnahmen, ohne dass dabei die Unternehmen, die Arbeitnehmer, letztlich auch die zuständigen Politiker auf der Strecke bleiben?“

Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien haben in der Wirtschaft zweifelsohne ein großes Zukunftspotenzial – aber man könne laut Branchenexperten in vielen Industriezweigen mittelfristig nicht einfach klassische Energieträger in diesem Umfang, wie es das UBA vorschlägt, ersetzen und die klaffende Lücke mit „Energieeffizienz“-Maßnahmen ausstopfen. Die dafür nötigen Technologien und Infrastrukturen werden noch viele Jahre Forschung und enorme Geldmittel benötigen, um am Markt bestehen zu können.

„Die Aufforderung an das Umweltbundesamt ist nachdrücklich von Seiten der Industrie:  Als Umweltschutzfachstelle des Bundes gilt es sich an den Fakten zu orientieren und nicht Wunschszenarien  abzugeben. Denn die Gestaltungsempfehlung an die Politik soll tatsächlich umsetzbar sein. Alles andere ist bedenklich für den heimischen Wirtschafts- und Energiestandort“, betont Menz abschließend. (PWK277/US)

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