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Scheichelbauer-Schuster zu Arbeitsmarkt: Keine übereilten Schritte aber klare Fakten schaffen

Gewerbe und Handwerk hauptbetroffen – Wettbewerbsgleichheit durch Kontrollen – Konjunkturförderung sinnvolleres Mittel als „Grenzen dicht“

„In der inzwischen hitzig geführten Diskussion gilt es kühlen Kopf zu bewahren: Ja, wir haben ein Problem mit Betrieben, die insbesondere am Baubereich nach Österreich hereinarbeiten, wenn sie unsere Gesetze nicht einhalten. Ja, wir wollen eine konsequente Umsetzung des Prinzips ´Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort´. Aber in dieser schwierigen Situation dürfen wir uns mit einer Einschränkung des EU-Binnenmarktes nicht selbst ein Bein stellen“, betonte heute, Donnerstag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster in Reaktion auf Aussagen des Burgenländischen Landeshauptmanns Niessl. Gewerbe und Handwerk ist hauptbetroffen, wenn es um Lohn- und Sozialdumping durch ausländische Mitbewerber geht. „Deshalb gilt es, die heimischen Betriebe zu schützen, in dem Wettbewerbsgleichheit geschaffen und durch Kontrollen auch durchgesetzt wird“, so Scheichelbauer-Schuster. Der Vorschlag von AMS Chef Kopf hinsichtlich einer Überarbeitung der Entsenderichtlinie in Hinblick darauf, dass Entsendungen nicht unbefristet möglich sind, sei hier überlegenswert.

„Grenzen dicht“ zu rufen, sein ein vorschneller Schritt, der auch Auswirkungen auf die heimischen Betriebe haben werde.  Der Schutz heimischer Arbeitsplätze und Betriebe sein in der gegenständlichen Situation mit wachsender Arbeitslosigkeit und schwacher Konjunktur eine willkommene politische Forderung. „Aber in absoluter Konsequenz bedeutet dies: Zu wenige Arbeitskräfte für den Bau, sondern auch für den Tourismus und die Hotellerie und andere Branchen. Wollen wir das?“, so die Gewerbe und Handwerks-Obfrau. Zielführender wäre vielmehr darüber zu sprechen, wie Gelder sinnvoll in Konjunkturmaßnahmen gesteckt werden, „das hilft dem Arbeitsmarkt und den Betrieben am meisten. Und hier ist der Handwerkerbonus nur ein kleines Element, das gerade die grenznahen Betriebe aber dringend benötigen würden“, so Scheichelbauer-Schuster abschließend. (PWK266/us)

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