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Leitl: Vor lauter Sanktionen die Visionen nicht übersehen!

Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok als langfristige Vision auch für politische Problemlösungen geeignet

Freihandel in Richtung Westen über den Atlantik wird schon lange diskutiert und mittlerweile auch zwischen der EU und den USA bzw. Kanada verhandelt. „Vergessen wird aber in dieser Diskussion Afrika und unser direkter Nachbar im Osten, Russland“, betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Leitl: „Gerade im Sinne einer aktiven Handelspolitik, dem Vorantreiben von Liberalisierung und dem Abbau protektionistischer Maßnahmen müssen wir auch nach Osten schauen und das langfristige Ziel sollte eine Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok sein. Diese Idee wurde in der Vergangenheit auch von der deutschen Kanzlerin Merkel, aber auch vom russischen Präsidenten Putin selbst angesprochen. Heute sehen wir nur die Sanktionen und vergessen die Visionen“, so Leitl.

Eine solche Freihandelszone in einem Markt mit rund 700 Millionen Einwohnern wäre für alle Teilnehmer vorteilhaft und würde Europa und Russland im globalen Wettbewerb entscheidend stärken. „Russland mit seinen Rohstoffen und Europa mit seinem Know-how würden einander perfekt ergänzen. Putin hat mich gestern motiviert, mich in meinen europäischen Funktionen dafür einzusetzen, diesen Gedanken ernsthaft weiterzuverfolgen“, so Leitl. Gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten schaffen Vertrauen und damit könnten auch die Voraussetzungen besser werden, dass man sich nicht voneinander abgrenzt, sondern annähert und in einen Dialog kommt, der die derzeitigen Sanktionen im beidseitigen Interesse so rasch als möglich beendet und damit zu Stabilität und Frieden einen Beitrag leistet.

Freihandelsabkommen könnte Reformtempo beschleunigen

Ein Freihandelsabkommen könnte auch das Reformtempo in Russland beschleunigen, etwa hinsichtlich fairen Wettbewerbs oder dem Schutz geistiger Eigentumsrechte. Dadurch würde Russland seinen Ruf als verlässlicher und vertrauenswürdiger Handelspartner stärken, mit positiven Effekten bei Investitionen und Wachstum. „Für österreichische Unternehmen würden sich durch Wegfall von Zöllen, die Vereinheitlichung von Normen und Standards sowie den Abbau von Visa-Schranken noch bessere Chancen beim Export ergeben“, so Leitl abschließend. (PWK249/BS)

WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Russlands Präsident Wladimir Putin (Foto: Peter Lechner)
WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Russlands Präsident Wladimir Putin (Foto: Peter Lechner)

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