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WKÖ: Nach dem Schulrechtspaket braucht es Meilenstein bei Entpolitisierung der Schulen

Landertshammer: Schulrechtspaket erster wichtiger Schritt der Bildungsreform – Autonomieausbau auch im personellen Bereich gefordert.

„Wir begrüßen die drei wesentlichen Inhalte des Schulrechtspaketes – Förderung der deutschen Sprache, den Bildungskompass zum verbesserten Übergang vom Kindergarten in die Volksschule und mehr Entscheidungsfreiheit für die Schulstandorte“, so Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ, zum ersten Teil der Bildungsreform. Besonders den Ausbau der Autonomie sieht Landertshammer positiv: „Die Form der Leistungsbeurteilung oder die Einrichtung von klassenübergreifendem Unterricht und andere Details regeln am besten die Betroffenen unter Einbindung der Schulpartner für sich selbst. Hier die Autonomie zu stärken, ist ein richtiger Schritt.“ Selbiges gelte für die Sprachförderung, die endlich auf gesetzlicher Grundlage ausgebaut werde. Allerdings müsse dann auch konsequent die notwendigen Mittel und das dringend benötigte zusätzliche Personal zur Verfügung gestellt werden. 

Ausreichende Personalautonomie fehlt weiterhin

Klar sei für Landertshammer jedenfalls, dass nun rasch weitere Schritte folgen müssen: „Was bisher gerade in Punkto Autonomie geschehen ist, wurde zum Teil bereits seit längerem in den Schulen praktiziert und nun eben auf eine gesetzliche Basis gestellt. Völlig fehlend ist weiterhin eine ausreichende Personalautonomie, die den Schulen mehr Möglichkeit bei der Auswahl der Lehrer gibt – und fehlend ist auch eine weisungsunabhängige Schulaufsicht, die auf möglichst selbstverantwortliche Schulen ein Auge hat.“ 

Entpolitisierung der Schulen

Eine abschließende Bewertung der Bildungsreform als Ganzes will Landertshammer noch nicht geben. So stehe etwa noch aus, wann die Neuerungen im Verwaltungsbereich kommen. Nach den bislang ergebnislosen Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP um eine Reform der Schulverwaltung habe sich die Regierung zuerst die Umsetzung eines anderen Teils der Bildungsreform vorgenommen. „Im Bereich der Schulverwaltung geht es um politischen Einfluss, daher ist dort ein Verhandlungsergebnis als letztes zu erwarten. Dieses Ergebnis muss aber ein Meilenstein der Entpolitisierung der Schulen werden. Eine Reform, die diese Bezeichnung verdient, verbannt die Parteipolitik aus dem Bildungsbereich. Nur die Landesschulräte in ‚Bildungsdirektionen‘ umzubenennen, ohne Zurückdrängen des parteipolitischen Einflusses, das ist zu wenig“, so Landertshammer abschließend. (PWK247/BS)

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