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JW-Rohrmair-Lewis: „Geringeres Defizit kaschiert Reformbedarf nicht”

Budgetzahlen bestätigen richtigen Weg von Finanzminister Schelling - dennoch können nur große Reformen zukünftige Generationen nachhaltig entlasten

„Die aktuellen Budgetzahlen sind gute Nachrichten und geben uns Grund zu Optimismus. Dennoch zeigt ein näherer Blick, dass die vorläufig guten Daten mit einer hohen Abgabenquote und Vorzieheffekten teuer erkauft wurden. Den akuten Bedarf nach nachhaltigen Reformen können sie nicht kaschieren. An der Umsetzung lang anstehender Reformen führt kein Weg vorbei, und genau hier werden wir Finanzminister Schelling voll unterstützen“, erklärt Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW).  

Gestern wurden vom Bundesministerium für Finanzen die Budgetzahlen für 2015 präsentiert. Mit 1,2 Prozent erreichte das Budgetdefizit den niedrigsten Wert seit 14 Jahren. Der Schuldenstand von 290 Milliarden Euro bzw. 86,2 Prozent des BIP bleibt aber nach wie vor horrend hoch und stellt für die zukünftigen Generationen einen echten Chancenkiller dar. „Mit den Sozial- und Pensionsausgaben liegt die Gesamtverschuldung sogar bei 137 Prozent unserer Wirtschaftsleistung. Wenn wir also unseren Kindern und Enkelkindern nicht mit Schuldenbergen die Zukunft verbauen wollen, müssen wir das Defizitmonster rasch bändigen und unser Budget jetzt nachhaltig sanieren – allen voran mit einer echten Reform des Pensionssystems“, so Rohrmair-Lewis. 

Wachstumsimpulse: JW fordert Beteiligungsfreibetrag und Lohnnebenkosten-Befreiung

Der zweite essentielle Schlüssel, um den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, ist für die JW eine florierende Wirtschaft. Nur mit effektiven Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung lässt sich ein Budgetkonsolidierungs- und Wachstumspfad verfolgen. „Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten benötigen wir daher echte Wachstumsimpulse für unsere Unternehmer. Der von der Regierung bereits angekündigte Beteiligungsfreibetrag muss in einer Höhe von 100.000 Euro rasch umgesetzt werden, um die schwierige Finanzierungssituation für unsere jungen Unternehmer und Gründer zu entspannen. Zudem fordern wir eine Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr“, meint der JW-Vorsitzender und bringt abschließend auf den Punkt: „Das schafft junges Wachstum und somit die Innovationen, die Arbeitsplätze und den Wohlstand der Zukunft!“ (PWK231/PM)

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