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Landertshammer: Bildungsreförmchen muss zu Bildungsreform reifen

Forderungen: mehr Schulautonomie, Individualisierung der schulischen Bildung sowie Erreichung von Bildungszielen statt Beenden der Schulpflicht durch Aussitzen.

„Die aktuellen schlechten Ergebnisse der Bildungsstandarderhebungen der vierten Klasse Volksschule für die Grundkenntnisse beim Lesen und Schreiben sind ein klares Alarmzeichen - und das gestartete Bildungsreförmchen muss endlich zu einer echten Bildungsreform reifen“, fordert Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dazu gehöre etwa auch die Einführung einer richtigen Schulautonomie, die sich nicht darauf beschränken darf, ob etwa Noten oder eine mündliche Beurteilung der Schüler eingeführt wird. Landertshammer: „Wir haben ein Potenzial an tollen Lehrern in Österreich. Diese müssen endlich auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler durch ‚fordern und fördern‘ eingehen können.“ 

Schwächere fördern, Bessere fordern!

Schulstufen und deren Lernziele sollen nicht länger in starrer Jahrgangssystematik definiert werden. „Dazu brauchen wir eine Differenzierung der schulischen Bildung hin zu einer Individualisierung. Die Schwächeren fördern und die Besseren fordern, lautet die Devise“, so Landertshammer. Die Schulpflicht darf daher auch nicht durch Zeitablauf enden - dem Absitzen der neun Jahre Schulpflicht -, sondern erst durch Erreichen von Bildungszielen. Landertshammer: „Es soll niemand mehr aus dem System kommen, der nicht in der Lage ist, sinnerfassend zu lesen oder richtig zu schreiben und dadurch keine Chance auf eine Berufsausbildung oder einen weitergehenden Bildungsweg hat.“ 

Abseits von Parteipolitik eine echte Bildungsreform

Die Sozialpartner haben diesbezüglich gemeinsam sehr gute Vorschläge für eine Bildungsreform eingebracht, die weit über den von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg hinausgehen. „Was die Sozialpartner geschafft haben, sollte auch in der Politik möglich sein. Daher runter mit den parteipolitischen Brillen für eine echte Bildungsreform. Denn Bildung ist einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für die Zukunft unseres Landes im internationalen Wettbewerb der Qualifikationen und Talente“, so Landertshammer abschließend. (PWK230/BS)

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