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Bauen mit Holz für die Ewigkeit?

Wohnbau als wichtiges Zugpferd des Holzbaus

Bauen mit Holz ist nicht nur aktiver Klimaschutz, sondern auch extrem dauerhaft, wenn es werkstoffgerecht eingesetzt wird. Das Wissen darum ist vorhanden, die Basis für Großprojekte ist da. Beweise für Dauerhaftigkeit finden sich in ganz Europa, wie beispielsweise Stabkirchen in Schweden. Als Meister- und Pionierleistung des Ingenieurholzbaus kann die Klagenfurter Messehalle angesehen werden. Sie ist vor 50 Jahren entstanden und war damals eine der größten, weitgespannten Holzkonstruktion.  

„Holz enttäuscht uns nicht. Darum legen wir all unsere Kraft in die Forcierung der Forschung und Ausbildung sowie in die Steigerung der Effizienz bei Gesetzgebung und Normung. Ziel ist es, das Vertrauen in diesen genialen Roh- und Werkstoff noch weiter zu steigern“, so Erich Wiesner, Obmann des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs.  

In dasselbe Horn stößt auch Prof. Josef Eberhardsteiner, Vizerektor der Technischen Universität Wien: „Die Bereitstellung zuverlässiger Prognose-Tools für den Holzbau ist ein Gebot der Stunde. Hier arbeiten wir eng mit den Unternehmen zusammen, denen unsere Forschungsergebnisse zu Gute kommen“, so Eberhardsteiner zuversichtlich.

Baustoff Holz holt auf 

Der Wohnbau ist einer der wichtigsten Zugpferde des Holzbaus und wird 2016 für eine steigende Nachfrage sorgen. Laut Euroconstruct (europäisches Baukonjunktur-Forschungsinstitut) wird es zu einem Plus von drei Prozent bei der Bauleistung in Europa kommen (Prognose für 2016 und 2017). In Österreich ist der Trend zum Baustoff Holz inzwischen deutlich bemerkbar.

Der Holzbauanteil konnte, bezogen auf die Gebäudeanzahl, binnen 15 Jahren von 25 auf 43 Prozent gesteigert und bezogen auf das Volumen, von 14 auf 22 Prozent vergrößert werden. Das wichtigste Segment für den Baustoff Holz, der Ein- und Zweifamilienhausbau, wird in den nächsten Jahren moderat zulegen. Im Mehrgeschossbau soll sich bis 2018 ein stärkerer Schwung bemerkbar machen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das derzeit geplante 24-stöckige Holzhochhaus in der Seestadt Aspern.

Der Motor für diese boomende Nachfrage nach Holzprodukten sind steigende Investitionen in den Wohnbau bzw. das Wachstum der Wohnungsneubauleistung in wichtigen europäischen Absatzmärkten. Dabei war das Multitalent Holz schon immer ein beliebter Baustoff dank seiner vielen guten Eigenschaften:

  • geringes Eigengewicht

  • leichte Bearbeitbarkeit

  • örtliche Verfügbarkeit

  • ökologische Vorteile

  • sympathisches Erscheinungsbild

  • Nutzungseigenschaften

Die 10 Gebote des dauerhaften und erfolgreichen Holzbaus sind leicht erklärt:

Design:

1. Vordach/Vorsatzschale (Neigung der Schutzflächen)

2. Abfluss von Leckwasser (falls doch eingedrungen)

3. Austrocknungsvermögen (dynamischer Prozess)

4. Natürliche oder künstliche Widerstandsfähigkeit

5. Korrekte/sorgfältige bautechnische Konzeption und Bemessung (konstruktiver Holzschutz)

Ausführung:

6. Korrekte/sorgfältige Ausführung (Überwachungssystem, Holzverbindungen, Leimtechnologie, etc.)

Nutzung/Wartung:

 7. Widmungsgerechte Nutzung

8. Regelmäßige Inspektion/Wartung

Forschung:  

9. Verbessertes, auch quantitativ prognostizierbares Materialverhalten

10. Professionalität im Umgang mit Holz


„Bauen schafft Werte. Die Österreichische Holzindustrie ist in der Lage, diese Werte über Generationen zu schaffen – und das mit Holz“ so Wiesner abschließend.

FV-Obmann Erich Wiesner und Josef Eberhardsteiner (Vizerektor der TU Wien) (credit: Gerhard Fally/FV der Holzindustrie Österreichs)
FV-Obmann Erich Wiesner und Josef Eberhardsteiner (Vizerektor der TU Wien) (credit: Gerhard Fally/FV der Holzindustrie Österreichs)

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