th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Energieeffizienzgesetz: Diesel-Additivierung verhindert deutlichen Preisanstieg für Konsumenten

Treibstoffpreise und Margensituation in Österreich weiter auf Tiefststand

Die andauernde Kritik der Grünen an einer Effizienzsteigerung der Dieselkraftstoffe durch die Beimengung von Additiven weist der Fachverband des Energiehandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) aufs Schärfste zurück. „Die österreichische Mineralölwirtschaft ist eine von wenigen Branchen, die den Grundgedanken des Gesetzes wirklich umsetzt und bei ihrem Kernprodukt eine Effizienzsteigerung erzielt. Die bislang verfügbaren Maßnahmen für die Erreichung der Ziele des Energieeffizienzgesetzes waren unzureichend. Die zu leistenden Strafzahlungen bei Nichteinhaltung haben viele österreichische Tankstellenbetreiber in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht und den Autofahrer durch Preisaufschläge unnötig belastet“, weiß der Obmann des Fachverbandes und Vizepräsident der WKÖ, Jürgen Roth.

Aus den oben genannten Gründen wurde im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eine Lösung entwickelt und der Monitoringstelle vorgelegt. Der Grundgedanke ist, die Effizienzmaßnahme beim Kernprodukt zu setzen und dem klassischen Dieselkraftstoff Zusatzstoffe (Additive) beizumengen, die zu einer Effizienzsteigerung im Verbrennungsprozess beitragen. „Die Additive sorgen dafür, dass Diesel sauberer verbrannt wird, wodurch es zu weniger Ablagerungen bzw. einer Reinigung beim Einspritzsystem und geringerem Verbrauch kommt. Diese Wirkung wird durch akkreditierte unabhängige Prüfinstitute bestätigt. Den österreichischen Tankstellen wird damit eine Maßnahme in die Hand gegeben, die dem Zweck des Energieeffizienzgesetzes entspricht und zu einer echten Energieeinsparung führt“, führt Roth näher aus.

Additivierung bringt Vorteile für Konsumenten

Die Additivierung des Dieselkraftstoffes bringt für Roth vor allem dem Konsumenten Vorteile: „Der Kunde tankt durch die Additivierung einerseits ein höherwertiges Standardprodukt als in allen anderen EU-Ländern, das zudem die Reichweite seines Fahrzeuges erhöht. Andererseits verhindert diese Maßnahme einen Anstieg des Treibstoffpreises, der durch die Weitergabe der im Energieeffizienzgesetz vorgesehenen Strafzahlungen an den Konsumenten erfolgen hätte müssen.“ Die gesamte Branche wäre jährlich mit bis zu 100 Millionen Euro an Strafzahlungen belastet worden. Dem gegenüber betragen die eventuellen Mehrkosten, die sich durch die Beimischung von Additiven ergeben könnten, nur einen Bruchteil einer durch die Strafzahlungen resultierenden Preissteigerung. Derartige Preiskalkulationen obliegen den einzelnen Mineralölunternehmen.

Österreichische Spritpreise und Tankstellenmargen weiterhin im Schlussfeld

Zudem ist Österreich laut Roth beim Tanken unter den günstigsten EU-Ländern und liegt beispielsweise beim Dieselbruttopreis an 21. Stelle. Auch die heimischen Tankstellenmargen liegen seit Jahren deutlich hinter dem EU-Durchschnitt zurück. „Österreich rangiert bei Eurosuper im Jahresmittel mit durchschnittlich 9,25 Cent auf dem vierzehnten von 16 Plätzen. Bei den Dieselmargen liegt Österreich ebenfalls auf Rang 14 und verzeichnete im Gesamtjahr 2015 pro Liter eine Bruttomarge von 9,77 Cent“, konkretisiert Roth. Dies zeige neuerlich der im deutschen Energie Informationsdienst veröffentlichte Bericht über die Brutto-Tankstellenmargen von Wood Mackenzie für das Jahr 2015. In den jeweils vorne platzierten Ländern wie Norwegen, Schweiz und den Niederlanden sind die Margen mehr als doppelt so hoch. Hauptgrund für die niedrigen Margen in Österreich ist der harte Wettbewerb zwischen den einzelnen Tankstellen. (PWK221/JR)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2016

Kreative und Kunden: Neue Wege mit Co-Creation, Open Innovation und Design Thinking

Kreativwirtschaftsgespräch thematisiert Kreative als Innovationsdienstleister und Innovationsinkubatoren - Förderrichtlinien für Kreative deutlich weiter fassen mehr

  • Archiv 2015

Ein Jahr Berufsakademie: Best-practice-Beispiel für hochschulische Weiterbildung

Bildungsreform der Bundesregierung ist gute Basis, auf der weitergearbeitet werden muss - Weiterbildung muss im Hochschulsektor gestärkt werden mehr

  • Archiv 2016

Clement für Kehrtwende in der europäischen Politik: Wirtschaft und Arbeit in den Mittelpunkt rücken

Gemeinsame Energie- und Digitalisierungsunion nötig – Chancenungleichheiten bei Bildung beseitigen – Rentenwesen auf flexibles Arbeiten im Alter umorganisieren mehr