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Gleitsmann: Arbeit fördern, nicht Arbeitslosigkeit

Grundsatz „Fordern und Fördern“ auch für Asylwerber und -berechtigte, Beschäftigung erleichtern statt Hürden aufbauen

In Deutschland gibt es Pläne, Asylwerber mittels so  genannter „Ein-Euro-Jobs“ in den Arbeitsmarkt zu bringen. „Arbeit ist stets besser als Arbeitslosigkeit“, begrüßt Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der WKÖ, den Vorschlag und den Grundgedanken dahinter. „Damit geht Deutschland konsequent den Weg in Richtung höhere Beschäftigung weiter und stellt gleichzeitig die richtigen Weichen für eine rasche und gelungene Integration der Flüchtlinge“. Derzeit gehen Prognosen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit im Nachbarland trotz Flüchtlingszustrom heuer um rund 20.000 Personen zurückgeht.

Die rasche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, mit einer möglichst zügigen Anerkennung und Ergänzung von Qualifikationen könne auch einen wichtigen Beitrag zur Dämpfung des Fachkräftemangels beitragen, unterstreicht Gleitsmann.

Die bestehenden Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerber – wie beispielsweise die gemeinnützige Beschäftigung - sollten besser genutzt werden. Dabei sollte auch eine Erweiterung der rechtlichen Regelungen auf Tätigkeiten für anerkannte Hilfsorganisationen aber auch Betriebe, die in vergleichbaren Bereichen ihre Dienstleistungen anbieten, geprüft werden. Statt auf lange Sicht Mindestsicherung zahlen zu müssen, sollte es eine Förderung für Betriebe geben, die Jobs für Asylwerber schaffen. Damit leisten jene Betriebe einen aktiven Beitrag zur Integration, so Gleitsmann.

Erleichterter Arbeitsmarktzugang für Asylwerber

Darüber hinaus fordern die Sozialpartner schon seit Jahren einen erleichterten Arbeitsmarktzugang für Asylwerber. Für Asylwerber sollte nach 6 Monate eine Beschäftigungsbewilligung erteilt werden können. Das dabei erforderliche Ersatzkraftverfahren stellt sicher, dass damit nur Stellen besetzt werden können, die ansonsten frei bleiben würden. „Eine Verdrängung am Arbeitsmarkt ist von vorneherein ausgeschlossen“, stellt Gleitsmann klar. Es sei jedenfalls besser, dass Asylwerber selbst zu ihrem eigenen Unterhalt beitragen und sich am Arbeitsmarkt einbringen können. 

„Die Flüchtlingsproblematik stellt unseren Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen, die wir nur mit den richtigen Weichenstellungen bewältigen können. Wir brauchen strukturelle Veränderungen, um Wachstumsimpulse für die Wirtschaft zu setzen und den Betrieben den richtigen Rahmen zu bieten, damit sie Beschäftigung schaffen können. Das heißt: mehr Dynamik, mehr Flexibilität. Wenn jetzt aber Forderungen nach einer Erhöhung der Mindestlöhne erneuert werden, so geht das genau in die falsche Richtung“, erteilt Gleitsmann ÖGB-Ideen eine klare Absage. (PWK214/PM) 

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