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WKÖ-Pulker: Landwirtschaft schmückt sich mit fremden Federn

Weinfeste waren nie gefährdet

„Hurra, die Weinfeste sind gerettet!“, tönte es kürzlich aus der Riege der Österreichischen Winzer. Dabei waren sie nie ernsthaft gefährdet. „Wenn die Juristen der Landwirtschaftskammer und des Weinbauverbandes sich etwas eingehender mit der Steuerreform beschäftigt hätten, hätte es die ganze Aufregung nicht gegeben“, kommentiert Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie, die Jubelmeldungen zur Rettung der Weinfeste.

„Hier versucht sich der Weinbauverband eindeutig mit fremden Federn zu schmücken. Die Erleichterungen für „Leistungen außerhalb der Betriebsstätte“ waren seit Beginn der Umsetzung der Steuerreform ein wichtiges Anliegen der Wirtschaftskammer und sind bereits seit letztem Herbst Teil der Barumsatzverordnung. Sich jetzt als großen Retter der Weinfeste hochzustilisieren, ist unangebracht“, so Pulker weiter. Die Erleichterung gilt sowohl für Weinfeste, als auch für Caterings auf Ballveranstaltungen, Konzerten, Fußballspielen, etc. Abschließend zeigt sich Pulker versöhnlich: „Nachdem der Verfassungsgerichtshof die Registrierkassenpflicht nicht als unverhältnismäßig eingestuft hat, ist es jetzt notwendig, sich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu arrangieren. Weinbau und Gastronomie sind eng verbunden und es ist schade, wenn wir uns durch solche Aktionen unnötig gegenseitig behindern.“ 

Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 60.000 Gastronomiebetriebe mit über 140.000 Beschäftigten. Mit einem Umsatz von ca. 8,8 Mrd. Euro leisten sie einen wertvollen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft. (PWK195/ES)

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