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Gewerbe und Handwerk zum Frauentag: 55 Prozent der Betriebe in weiblicher Hand!

Mit Potentialanalyse den richtigen Beruf entdecken – weibliche Stärken in klassisch männlichen Lehrberufen gefragt

„Den heimischen Jugendlichen stehen alle Lehrberufe offen, egal ob männlich oder weiblich. Das zeigt auch, dass inzwischen 55 Prozent der Gewerbe und Handwerksbetriebe in weiblicher Hand sind“, betonte heute, Dienstag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster in Reaktion auf den heutigen Internationalen Frauentag und Aussagen der ÖGJ. Eine Diskriminierung nach Geschlecht bei der Wahl des Lehrberufes sei eine scherwiegende Behauptung. Und auch in Sachen Verdienst seien Ungleichheiten abgeschafft, so verdienen etwa in bisher klassischen Frauenberufen Friseur und Friseurin gleich viel. 

„Gewerbe und Handwerk bieten eine große Vielfalt an Berufen. Ich würde im Umkehrschluss sogar sagen, dass weibliche Stärken wie Organisations- und Teamfähigkeit in klassisch männlichen Lehrberufen heutzutage deutlich nachgefragt sind“, unterstrich die Obfrau. Langsam aber stetig steigen dabei die Zahlen in technischen Lehrberufen: 6 Prozent der Hafner, Platten-und Fliesenleger-Lehrlingen sind weiblich, bei den Maurern sind es 4 Prozent und als Spitzenwert bei den Tischlern 9 Prozent! Es sei aber auch klar, dass hier noch viel Arbeit in der Berufsinformation und in der Motivation liege, noch mehr Mädchen in technische Berufe zu bekommen. 

Mit Beratung zum passenden Beruf

„Es ist mir ein Anliegen zu betonen, dass es wichtig ist nach Talenten zu fördern, denn nur dann wird man in seinem Berufsleben erfolgreich sein“, so die Spartenobfrau. Vielmehr gelte es die handwerklichen und technischen Talente insbesondere der Mädchen zu entdecken und zu fördern. „Wir können nur immer und immer wieder darauf hinweisen: Die Potentialanalyse bzw. Talente-Check der Länderkammern ist dazu da, genutzt zu werden. Mit der anschließenden Beratung wird der passende Weg in den Beruf gefunden. Das ist eine immens wichtige Orientierung für junge Menschen wie für deren Eltern, denn oftmals zeichnet noch immer das Elternhaus den Weg in klassische Berufe vor, anstatt sich neuen Lehrberufen zu öffnen“, betonte Scheichelbauer-Schuster. (PWK172/us)

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