th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gleitsmann: „Arbeitszeit und Jobs lassen sich nicht wie Kuchenstücke verteilen“

Umfrage zeigt: Österreicher mit ihrer Arbeitszeit zufrieden – Beschäftigung kann nicht „herbeigeregelt“ werden

91% der Arbeitnehmer in Österreich sind mit der aktuellen Verteilung ihrer Arbeitszeit zufrieden, 89% auch mit dem aktuellen Ausmaß. Das ergab eine 2015 durchgeführte Umfrage des Market-Instituts. Dabei zeigt sich: Bei Vollzeit- und Teilzeitkräften gibt es hier praktisch keine Unterschiede. Laut Eurostat arbeiteten 2014 in Österreich nur 11,5% der Teilzeitbeschäftigten „unfreiwillig“ in Teilzeit, im EU-Schnitt waren es dagegen 29,4%. „Es besteht also kein Grund, die heimische Arbeitswelt krank zu jammern“, kritisiert Martin Gleitsmann, Leiter der  sozialpolitischen Abteilung der WKÖ, einschlägige Aussagen von ÖGB und AK. 

„Jahr für Jahr beschäftigen die heimischen Unternehmen mehr Menschen, obwohl die Wirtschaft seit vier Jahren stagniert. Aber statt die Betriebe zu entlasten, damit sie weitere Jobs schaffen und halten können, will man mit zentralistischen Eingriffen und neuen Belastungen à la 70er Jahre Arbeitszeiten und Jobs umverteilen“, warnt Gleitsmann vor den heute präsentierten Forderungen.

Menschen nicht bevormunden – Einheitsgrößen auch in der Arbeitszeit nicht mehr zeitgemäß

Der Blick in die Realität zeigt: Arbeitszeit und Jobs lassen sich nicht wie Kuchenstücke verteilen. Eingriffe wie die Arbeitszeitverkürzung in  Frankreich schaffen keine Jobs, sondern kosten Jobs, gibt der WKÖ-Experte zu bedenken. Was Überstunden betrifft, zeigt eine WIFO-Studie, dass vor allem höher Qualifizierte beziehungsweise Führungskräfte viele Überstunden leisten  - in diesen Segmenten ist die Arbeitslosigkeit im Verhältnis zum Gesamtschnitt gering. Daher würde eine Reduktion der Überstunden dort auch kaum Jobs schaffen, wie das WIFO folgert.

Die unterschiedlichen Arbeitszeiten entsprechen den Bedürfnissen einer modernen Wirtschaft und einer bunten Gesellschaft. „Hören wir auf, die Menschen zu bevormunden. Sie wissen selbst, welche Arbeitszeiten sie wollen und benötigen. Einheitsgrößen für alle sind nicht mehr zeitgemäß“, stellt Gleitsmann klar.

Dass Teilzeit so beliebt ist und manchmal ungewollt zu einer Falle geraten kann, dafür hat die Politik selbst gesorgt: Teilzeit wird durch das Arbeits-, Steuer-, Sozialversicherungsrecht und Zuschüsse etwa für die Altersteilzeit inzwischen so massiv gefördert, dass eine Arbeitszeiterhöhung für die meisten Teilzeitbeschäftigten unattraktiv ist. „Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen: Beschäftigung kann nicht herbeigeregelt und – gesteuert werden, sondern entsteht, wenn Unternehmen endlich von Bürokratie und Abgaben entlastet werden.“ (PWK170/PM)

Das könnte Sie auch interessieren

  • Archiv 2015

USA: Der Eisenbahnmarkt boomt

Der wachsende amerikanische Eisenbahnsektor bietet Chancen für österreichische Bahntechnologien. mehr

  • Archiv 2015

Klimagipfel: Erfolg wird an Verbindlichkeit gemessen werden

Dachverband Energie-Klima in der WKÖ warnt vor Alibi-Abkommen mehr

  • Archiv 2015

FV-Gastronomie erteilt Forderung nach genereller Herkunftskennzeichnung klare Absage

Pulker: Keine neue Bürokratiebelastung für Gastronomie – unterstützen alle sinnvollen Maßnahmen zur Informations-Verbesserung des Gastes auf freiwilliger Basis mehr