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Beschäftigung und offene Stellen legen wieder zu, Arbeitsmarktlage bleibt aber angespannt

Gleitsmann: Statt Gegenwind endlich unternehmerfreundliches Klima schaffen

Der Zuwachs von 37.000 Beschäftigten im Vorjahresvergleich und 10.489 zusätzlichen offenen Stellen im Februar zeigen, dass der heimische Arbeitsmarkt etwas an Dynamik gewinnt. „Jetzt brauchen unsere Betriebe ordentlich Rückenwind, denn die Durststrecke ist noch nicht überwunden,“ so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik der WKÖ. Im EU-weiten Vergleich hat Österreich hinter Lettland die zweithöchste Steigerung der Arbeitslosigkeit hinzunehmen. Mit einem Plus von 8.133 stieg die Arbeitslosigkeit österreichweit erneut an. Dass dieser Anstieg etwas gedämpft ausfiel, ist dem besonders milden Wetter und dem damit einhergehenden starken Rückgang der Arbeitslosigkeit am Bau (-7.148 Arbeitslose) zu verdanken. „Eine gute Witterung im Sinn eines unternehmerfreundlichen Klimas ist das, was die gesamte Wirtschaft jetzt braucht! Neue Belastungsideen müssen endlich vom Tisch, stattdessen sollte man alle Kraft in die Fortsetzung dieses positiven Impulses setzen,“ so Gleitsmann.

Beschäftigung 50+ nimmt weiter zu

Erfreulich ist, dass die Beschäftigung bei Personen im Alter 50+ erneut am stärksten (+56.000 Beschäftigten) zugelegt hat. Seit Jahresbeginn nahmen 19.079 Personen aus der Altersklasse 50+  eine Beschäftigung auf, das ist um 23,8 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Dieser starke und überdurchschnittliche Zuwachs an Beschäftigungsaufnahmen in dieser Altersgruppe bestätigt, dass die seit letztem Jahr zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel für Eingliederungsbeihilfen des AMS sehr gut wirken. Eine Stärkung der Beschäftigungsanreize muss daher auch künftig der zentrale Ansatzpunkt für eine wirksame Arbeitsmarktpolitik sein“, fordert Gleitsmann. 

Weiterbildung im Betrieb stärken

Eine Aktivierung des ausgesetzten Fachkräftestipendiums könnte die Arbeitslosigkeit dagegen nicht senken und wäre das falsche Rezept. Evaluierungen des bereits im letzten Jahr ausgesetzten Fachkräftestipendiums haben gezeigt, dass dieses sogar zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit geführt hat. Gleitsmann: „Stattdessen braucht es geförderte Weiterbildungen, die direkt in den Betrieben ansetzen. Nur so ist sichergestellt, dass die Ausbildung die notwendige Portion Praxis enthält und am Bedarf der Unternehmen ansetzt.“

An der Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht rütteln

Tatsche ist, dass die Arbeitslosigkeit unter den Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft überdurchschnittlich (+6,4 %) steigt. Diese Entwicklung hängt zum Teil mit Verdrängungseffekten zusammen, zum Teil aber auch mit den aktuellen Entwicklungen. „Das Ziel, möglichst alle arbeitslosen Menschen in Beschäftigung zu bringen, muss mit den richtigen Mitteln erreicht werden. Jetzt über Beschränkungen des Arbeitsmarktes nach zudenken, wäre genau der falsche Weg. Ausländische Fachkräfte leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Stärkung des österreichischen Standorts.“ Die aktuellsten Zahlen belegen einmal mehr, dass die Arbeitslosenquoten von Staatsbürgern unserer Nachbarländer (Ungarn, Deutschland, ehemalige Tschechoslowakei) unterdurchschnittlich sind. Im Fall eines Jobverlustes melden sie ihre Arbeitslosigkeit am Heimatort und belasten damit nicht Österreich. „Zur Finanzierung unseres Sozialstaates sollten jedoch jene Sozialleistungen, die ins Ausland fließen, überprüft werden und Strafen gegenüber ausländischen Betrieben konsequent durchgesetzt werden. An der Arbeitnehmerfreizügigkeit ist aber nicht zu rütteln,“ so Gleitsmann. (PWK142/PM)

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