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Leitl zu Pensionsgipfel: Anreizsystem als Einladung für längeres Arbeiten ist wichtiger Schritt in die richtige Richtung

WKÖ begrüßt Maßnahmen für erfolgreiche Reintegration in den Arbeitsmarkt, die auf Sozialpartnervorschlägen basieren – tiefgehende Strukturreformen bleiben aber am Tapet

„Im Zuge des Pensionsgipfels wurden einige wichtige Punkte auf den Weg gebracht und punktuelle Verbesserungen vereinbart. Jetzt heißt es: Draufbleiben, das Angekündigte rasch umsetzen und bei den nach wie vor offenen tiefergehenden Systemreformen Mut zeigen“, zieht Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ein erstes Fazit. 

„Erfreulich ist, dass das Prinzip ‚Reintegration vor Pension‘ mehr Gewicht haben soll. Der Fokus muss auf dem Ziel bleiben, einen möglichst langen Verbleib im Arbeitsleben zu erreichen und die Integration ins Erwerbsleben deutlich zu steigern“, erläutert Leitl. Springende Punkte sind dabei Frühintervention, bessere Kombination von medizinischen und beruflichen Reha-Maßnahmen und das Abstellen von medizinischen  Reha-Maßnahmen auf den Arbeitsplatz. Auch die Wiedereingliederung nach langen Krankenständen sei hier zu nennen. „Für Menschen, die noch in Beschäftigung stehen und längere Zeit krank sind, soll eine schrittweise Rückkehr in den Arbeitsprozess erreicht werden. Das schafft eine Win-Win Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen“, betont Leitl. 

Als positiv streicht der WKÖ-Präsident hervor, dass die bei den Themen Rehab vor Pension sowie Wiedereingliederung gefundenen Lösungsansätze im Wesentlichen auf Sozialpartnervorschlägen basieren. Abgewehrt werden konnten einige wirtschaftsfeindliche Forderungen, die bis zuletzt Gegenstand von Verhandlungen waren.

Geplantes Anreizsystem kann Umdenkprozess einleiten

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist zudem das geplante Anreizsystem, wenn Beschäftigte über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten. Demnach sollen die Pensionsversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer und Dienstgeber um die Hälfte reduziert werden. Leitl: „Derzeit geht es den meisten Menschen darum, so rasch wie möglich in Pension zu gehen. Mit einem Anreizsystem, wie es die Wirtschaft seit langem fordert und es nun in einem ersten Schritt geplant ist, kann hier ein wichtiger Umdenkprozess eingeleitet werden.“

Leitl abschließend: „Wir sehen viele kleine Schritte in die richtige Richtung. Das ist anzuerkennen. Klar ist aber auch, dass es mit diesem Pensionspaket nicht getan ist. Zur langfristigen Sicherung des Pensionssystems sind größere Strukturreformen notwendig, sonst ist die langfristige Finanzierbarkeit des Systems gefährdet.“ (PWK139/PM)

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