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Statistiken über den Gender Pay Gap nicht aussagekräftig

WKÖ-Experte Gleißner: Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung verzerren Ergebnis - Verdienstchancen von Frauen in Österreich besser als in Italien

„Die zum Nachweis eines Gender Pay Gap strapazierten Statistiken sind in dieser Form nicht aussagekräftig, was die Arbeitsmarktlage von Frauen betrifft“, stellt Rolf Gleißner, stv-.Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ, klar. Statistisch zeigt sich über Jahre, dass Länder mit geringer Frauenerwerbsbeteiligung wie Italien (53%) und Malta (56%) einen geringen Einkommensunterschied aufweisen, weil dort vor allem qualifizierte Frauen am Arbeitsmarkt Fuß fassen. Weniger qualifizierte Frauen aber -  weil zu einem großen Teil arbeitslos oder Hausfrau - nicht in die Einkommenstatistik eingehen. Fortschrittliche Länder mit hoher Frauenerwerbsbeteiligung wie Österreich (71,6%), Deutschland (72,9%), Finnland (75,1%) und die Niederlande (74,7%) verzeichnen hingegen größere Einkommensunterschiede. Dennoch haben Frauen in letzteren Ländern bessere Arbeitsmarkt- und Verdienstchancen. Auf diesen Zusammenhang verweisen auch die EU und das WIFO ausdrücklich.

Gleißner: „Im Übrigen zeigen auch etwa OECD-Analysen, dass ein Großteil des Einkommensunterschieds auf objektive Faktoren wie Berufswahl, Karriereunterbrechungen, früherer Pensionsantritt und Teilzeit zurückzuführen ist. Will man bei verbleibenden Einkommensunterschieden etwas verändern, so braucht es die richtigen Hebel dafür: hier spannt sich der Bogen von der Ausbildungswahl bis zu ausreichenden Kinderbetreuungsangeboten“. (PWK130/PM)

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