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Immobilienwirtschaft sieht Aussetzung der Richtwertmieten-Erhöhung als „Mogelpackung“

Branchensprecher Edlauer, Gollenz und Lexer: „Immobilieninvestitionen ankurbeln anstatt Geld zu vernichten“ – Neue Serviceangebote präsentiert

Das jüngst im Nationalrat sogenannte „Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz“ (kurz MILG), im Plenum des Nationalrates beschlossen, sieht die Immobilienwirtschaft in Österreich als „Mogelpackung“ und „Sand in die Augen Streuen“. „Verkauft wird es als große Einsparung für die rund 200.000 Mieter von Wohnungen, die dem Richtwertgesetz unterliegen. Das ist es aber mitnichten“, so Georg Edlauer, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Der Richtwertmietzins ist wertgesichert; alle zwei Jahre wird die Miete auf Basis des Jahresdurchschnitts des Verbraucherpreisindex angehoben. Dies entspricht keiner Mieterhöhung, wie dies fälschlicherweise dargestellt wird, sondern dient lediglich dazu, den inneren Wert des vereinbarten Mietzinses zu sichern“, stellt Branchensprecher Edlauer klar. 

Edlauer: Wertsicherung wird nur um ein Jahr verschoben

„Diese Wertsicherung wird nur um ein Jahr hinausgeschoben; die Verlagerung bedeute aber eine stärkere Anpassung im nächsten Jahr, wo die Miete nominell dann stärker steigen muss, um den Kaufkraftverlust von dreiJahren nachzuholen“, zeigen Edlauer und seine Stellvertreter im Führungsgremium des Fachverbandes Immobilientreuhänder, Gerald Gollenz und Reinhard Lexer, auf.  

Die Politik rechtfertigte derart „willkürliche Eingriffe“ – so die Branchensprecher Edlauer, Gollenz und Lexer - damit, dass die Konsumgüterinvestitionen angekurbelt werden solll. Die Wertschöpfung einer Investition in Konsumgüter bleibe aber nur zum geringsten Teil in Österreich – „anders bei Investitionen in die Errichtung oder die Sanierung von Immobilien“, so Fachverbandsobmann Edlauer: „Um das in Zahlen darzustellen: Für den Mieter bedeutet das beispielsweise in Wien eine Anhebung um 14 Cent pro Quadratmeter pro Monat. Durch die weitere Aussetzung der Wertsicherung um ein Jahr werden den Vermietern damit aber rund 45 Millionen Euro entzogen; dies allein entspricht einer möglichen Wohnbauleistung von rund 400 Wohnungen, die mit diesem Betrag neu errichtet werden könnten. Oder etwa das Fünffache an Wohnungen, die mit diesem Betrag thermisch saniert werden könnten“, zeigen Edlauer, Gollenz und Lexer auf und fordern von der heimischen Politik: „Immobilieninvestitionen in Österreich ankurbeln ansstatt Geld zu vernichten“. 

Provisionsrechner als Online-Tool: Mehr Transparenz für Kunden 

„Vertrauen ist gut, Information ist besser“, ist das Credo von Fachverbandsobmann-Stellvertreter Reinhold Lexer. „Transparenz ist der richtige Weg zu einer verbesserten Kundenbeziehung. Es geht darum, das Vertrauen des Kunden in den Makler zu stärken. Dazu gehört auch, dass von Beginn an die Kosten für die Vermittlung durch den Makler bekannt sind und damit Unklarheiten vermieden werden. Unser Anliegen ist ein aktiver, vorsorglicher Konsumentenschutz, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu erreichen, ist Lexer überzeugt. „Darum stellt der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder jetzt auf seiner Website www.wkimmo.at einen Maklerprovisionsrechner als Online-Tool zur Verfügung.“  

Zur Transparenz gehört auch, dass alle Maklerformulare (Auftragsformulare, Nebenkostenübersichten etc.) in Deutsch/Englisch und Italienisch auf unserer Website www.wkimmo.at frei zugänglich sind.  

Neues Angebot: Immowebinar – Von Spezialisten lernen   

Der Fachverband hat die Fortbildungsserie Immowebinar für die Mitgliedsbetriebe gestartet. Auf www.immowebinar.at wurde am 24. Februar 2016 zum ersten Mal ein Fachvortrag zum Thema „Steuerupdate 2016“ live gestreamt. Dieses und die folgenden Webinare sind öffentlich zugänglich und können ab einem Tag unter dieser Adresse, ab dem nächsten Tag auch als Video samt allen Unterlagen abgefragt werden.  

Gollenz: „Immobilientreuhänder als verlässlicher Partner der Kommunen“ 

Auch in den Gemeinden sind Neuorientierungen notwendig, die Strukturen müssen sich verändern und für die Zukunft neu aufstellen. Nur so wird es den Gemeinden in Zukunft möglich sein, auch weiterhin genügend Spielraum bei den Ausgaben und Investitionen zu haben, ist Fachverbandsobmann-Stellvertreter Gerald Gollenz überzeugt: „Eine der größten Herausforderungen der Kommunen und deren Budgets ist die Schaffung, Restrukturierung, Erhaltung und wirtschaftliche, technische und rechtliche Optimierung von Gebäude-Infrastruktur, auch in Hinblick auf zeitgemäße Immobilienstrukturen.  Das ist der Kernbereich der Immobilientreuhänder und möchten wir neue Chancen durch Partnerschaften zwischen Gemeinden und der gewerblichen Immobilienwirtschaft aufzeigen.“  In dieser Mission wird der WKÖ-Fachverband der Immobilientreuhänder am 6. und 7. Oktober 2016 als Aussteller an der Kommunalmesse, die heuer in Klagenfurt stattfindet, teilnehmen. (PWK122/JR)

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