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Wirtschaft begrüßt Digital Roadmap der Bundesregierung

Strategie wichtig, Wirtschaft fordert jetzt auch Maßnahmen und notwendige Budgetmittel

„Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die Initiative der Bundesregierung zur Erstellung einer Digital Roadmap, weil die Digitalisierung ein wichtiger Treiber für Innovationen, für neue Arbeits- und Geschäftsmodelle und Optimierung betrieblicher Prozesse ist. Eine Strategie für die Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen des digitalen Wandels ist wichtig, gleichzeitig erwarten wir uns aber eine rasche Umsetzung der darin angekündigten Maßnahmen und die Bereitstellung der entsprechenden Budgetmittel“, skizziert Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting, die Erwartungshaltung der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Bundesregierung setzt mit der Digital Roadmap eine dringende Forderung der Wirtschaft um, die seit langem eine koordinierte Politik zur Digitalisierung der Informations- und Kommunikationstechnik forciert hat, um den Standort Österreich im internationalen Standortwettbewerb abzusichern. Auch die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, sieht in der Digitalisierung eine große Chance, um das Potential der innovativen Gewerbe- und Handwerksbetriebe durch das digitale Unternehmertum noch stärker zu erschließen.

Bodenstein und Scheichelbauer-Schuster sehen die Kernthemen der Digitalisierung aus Sicht der Wirtschaft in folgenden Bereichen:

  • Breitband-Infrastruktur modernisieren
    Neben Investitionsanreizen für private Infrastrukturinvestitionen braucht es technologieneutrale Fördermodelle, um in allen Regionen moderne Breitband-Infrastrukturen sicherzustellen. Nur eine flächendeckende „Speed Offensive“ für Hochgeschwindigkeits-Internet kann den Wirtschaftsstandort Österreich absichern.

  • Neue Chancen für Internet of Things und die Digitalisierung in den Betrieben forcieren
    Es bedarf gezielter Impulse für wichtige Zukunftsprojekte, insbesondere im Bereich der Produktionsplanung und –durchführung sowie der Kommunikation, um das Potential der Digitalisierung in den Unternehmungen tatsächlich heben zu können.

  • Digitale Kompetenzen ausbauen
    Der digitale Wandel bringt neue Arbeits- und Qualifikationsanforderungen, die nicht nur eine höhere Flexibilität, sondern auch eine grundlegende Veränderung der Wirtschaftsstrukturen und Arbeitsformen notwendig machen wird. Der Bogen reicht von einer Neuorientierung des Bildungssystems über lebenslanges Lernen digitaler Kompetenzen bis zu einer Neuausrichtung der Arbeitszeiten und überkommener Arbeitsvertragsregelungen. In diesem Zusammenhang fordert Bodenstein insbesondere eine klare Abgrenzung zwischen Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit und damit ein Ende der zwangsweisen Rekrutierung von Selbstständigen im ASVG.

„Dass die Digitalisierung einen nachhaltigen disruptiven Wandel in der Wirtschaft auslösen wird, daran gibt es keinen Zweifel“, resümieren Bodenstein und  Scheichelbauer-Schuster. Umso wichtiger wird es sein, in der Neuordnung der regulatorischen Rahmenbedingungen nicht den Fehler zu machen, durch Überregulierungen die Entwicklungschancen der Digitalisierung für die österreichische Wirtschaft zu konterkarieren. (PWK101/us/JR)

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